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24:34-Auswärtssieg in Dormagen

Im zweiten Anlauf des Jahres hat es geklappt: Der ASV Hamm-Westfalen feierte am Samstagabend beim TSV Bayer Dormagen vor knapp 550 Zuschauern einen hochverdienten 24:34-Auswärtssieg. Nach einer 14:17-Pausenführung stellten die Gäste in der Anfangsphase die Weichen zum späteren Sieg, in der Schlussphase hatte der Tabellenvorletzte dem ASV nichts mehr entgegenzusetzen.

Sehr munter starteten beide Teams in die Partie, nach gut zwei Minuten fanden schon fünf Treffer den Weg auf die Anzeigetafel. Gerrit Genz, der schon in Ludwigshafen eine gute Offensivleistung gezeigt hatte, knüpfte direkt daran an und traf zweimal, Matej Mikata, der im linken Rückraum für den immer noch leicht angeschlagenen Marian Orlowski den Vorzug erhielt, traf zum 2:3. Bis zum 7:7 in der elften Minuten lieferten sich die Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Genau dieses Duo war es dann auch, das wenig später für die Westfalen in Überzahl von 8:9 auf 8:11 erhöhten. Mit drei Toren Vorsprung ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel traf zwar der Vorletzte, durch drei Treffer in Folge erhöhte der ASV auch ohne Kapitän Fabian Huesmann, der sich gegen Ende der ersten Halbzeit am Oberschenkel verletzte, in weniger als fünf Minuten die Führung aber auf 15:20. In der Deckung standen die Westfalen nun immer besser, auch Torwart Felix Storbeck steuerte mehrere Paraden bei. In der Folge gab der ASV den Ton an, bis zur 51. Minute blieb es bei dem Vorsprung (22:27). Danach ließen die Westfalen immer weniger zu, drei Tore von Dani Baijens und zwei von Tim Wieling in Serie bescherten dem ASV eine 22:32-Führung. Auch die offensive Deckung der Gastgeber, die seit Jahresbeginn vom ehemaligen Co-Trainer Peer Pütz gecoacht werden, der Dusko Bilanovic ablöste.

Spieler des Spiels war Gerrit Genz, der es auf sieben Feld- und zwei Siebenmetertore brachte. Insgesamt lag seine Wurfquote bei fast 82 Prozent. Komplett ohne Fehlwurf blieb sogar Benjamin Meschke, der nicht nur sein erstes Tor für den ASV erzielte, sondern am Ende gleich viermal erfolgreich war. Ebenfalls Bestwerte erreichte Torwart Storbeck, der es auf 14 Paraden bei fast 38 Prozent Quote gehaltener Bälle brachte.

TSV Bayer Dormagen – ASV Ham-Westfalen 24:34 (14:17)
TSV: Juzbasic, Simonsen – Meuser (6), Senden (2), Rehfus, I. Hüter (3), Reimer (5/4), Grgic (2), Zurga, Hüter, Sterba (1), Grbavac (2), Seesing (2), Mast (1), Wolfram
ASV: Storbeck, Bozic – Genz (9/2), Huesmann (2), Brosc (2), Fuchs, Reimann, Engelhardt, Südmeier (2), Pretzewofsky, Orlowski, Meschke (4), Baijens (5), Mikita (3), von Boenigk (1), Wieling (6)
Zuschauer: 545
Schiedsrichterinnen: Sophia Janz, Rosana Sug

Benjamin Meschke erzielte in Dormagen seinen ersten Treffer für den ASV. - Foto: TSV

Duell in Dormagen in Bestbesetzung

Nur drei Tage nach dem Nachholspiel bei den Eulen Ludwigshafen sind die Zweitligahandballer des ASV Hamm-Westfalen erneut gefordert. Im Rahmen des 21. Spieltags tritt die Mannschaft von Michael Lerscht voraussichtlich in Bestbesetzung beim Tabellenvorletzten TSV Bayer Dormagen an.

Doch ganz so eindeutig, wie die Rollenverteilung zu sein scheint, schätzt Lerscht sie nicht ein: „Leichte Spiele gibt es in dieser Liga nicht, das wissen wir alle. Dormagen steht mit dem Rücken zur Wand, wir müssen auf einen maximal motivierten Gastgeber gefasst sein“, betont der Trainer der Westfalen. Auch gebe die aktuelle Platzierung nicht das Leistungsvermögen des TSV wieder, ist Lerscht überzeugt. „Dieser Kader ist in der Vorsaison Siebter geworden. Da steckt viel Qualität drin. Und das Verletzungspech der Hinserie spielt jetzt auch nicht mehr so eine Rolle“, warnt er.

Ansonsten möchte Lerscht aber mehr Aufmerksamkeit auf seine eigene Formation lenken. Und die hat trotz der äußerst schwierigen Vorbereitung, in der beide Tests abgesagt werden mussten und der Trainingsbetrieb erheblich durch Quarantäne-Maßnahmen beeinflusst war, beim Auftakt in Ludwigshafen einen guten Eindruck hinterlassen. Am Ende gingen die Westfalen zwar aufgrund eines Gegentors in der letzten Sekunde leer aus, auch ein Sieg war aber in Reichweiter. Lerscht: „Natürlich ist so eine Niederlage enttäuschend. Aber die Mannschaft hat sehr viel richtig gemacht. Und dass die Fehlerquote nach dieser langen Zeit ohne ein Spiel etwas höher ist, ist erklärbar.“ Die erste Enttäuschung nach dem unglücklichen Ausgang bei den Eulen scheint also verflogen – nun soll in Dormagen der erste Sieg des neuen Jahres her. „Wir wissen, was wir können. Wenn wir in Dormagen unsere Stärken auf das Feld bringen, dann haben wir gute Siegchancen.“ Das Hinspiel entschied der ASV zum Saisonauftakt mit 24:22 für sich.

Spielbeginn ist am Samstag um 19:30 Uhr, übertragen wird von SportDeutschland.TV. Während sich die Westfalen auf ihren zweiten Einsatz des Jahres freuen, wurden zwei Partien des 21. Spieltags aufgrund von Corona-Fällen abgesagt. Während beim für Freitag geplanten Duell TuSEM Essen und EHV Aue die Gäste betroffen sind, ist es beim eigentlich für Samstag angesetzten Aufeinandertreffen zwischen dem TV Hüttenberg und den Eulen Ludwigshafen der Gastgeber.

Im Hinspiel erzielte Fabian Huesmann fünf Tore. - Foto: Wegener/ASV

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Fast perfekter Auftakt

Einen nahezu perfekten Start haben die Handballer des ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend in die neue Spielzeit der 2. Handball-Bundesliga hingelegt. Gegen den Vorjahressechsten TSV Bayer Dormagen gelang den Westfalen vor 1.127 Zuschauern in der WESTPRESS arena ein unter dem Strich verdienter 24:22-Sieg (14:10).

Einziger Wehrmutstropfen war aus Sicht des ASV die Verletzung von Kreisläufer Jan Brosch, der im Verlauf der ersten Halbzeit vermutlich wegen eines Zusammenstoßes im Kniebereich ausgewechselt werden musste und auch nicht mehr zurückkam. „Wir wissen natürlich noch genau was passiert ist, das müssen wir noch abklären“, meinte Trainer Michael Lerscht direkt nach der Partie.

Für den ASV-Trainerstab gab es an diesem Abend viel Arbeit. Immer wieder mussten sich Michael Michael Lerscht, Christof Reichenberger und Jens Gawer auf neue Situationen einstellen. Die Westfalen starteten zunächst gut und gingen schnell mit 3:1 in Führung. Der Abwehrverbund stand sicher, nach vorne drückten die Gastgeber angeführt von Mittelmann Dani Baijens mächtig aufs Gas. Doch dann bedachten die Unparteiischen den ASV schnell mit zwei Zeitstrafen, die Überzahl nutzten die Gäste zum Ausgleich. Doch nach Ablauf der Strafen übernahmen die Gastgeber wieder die Kontrolle, nach dem 9:5 durch Gerrit Genz in der 17. Minute unterbrach Gästetrainer Dusko Bilanovic den Lauf mit einer Auszeit.

Wesentlich mehr Auswirkung sollte allerdings die Szene 25 Sekunden später haben: Eine Verteidigungsaktion von ASV-Abwehrchef Markus Fuchs wurde als disqualifikationswürdig erachtet. Als dann noch Jan Brosch wenige Minuten später verletzt vom Feld musste, übernahmen Alexander Engelhardt und Matej Mikita die Aufgaben im Innenblock. „Die beiden haben das vielleicht ein paar Minuten während der Vorbereitung im Spiel so trainieren können. Das haben beide hervorragend im Verbund mit der gesamten Mannschaft gelöst“, lobte Lerscht später die leidenschaftliche Abwehrarbeit.

Bis zur Pause blieb der ASV so tonangebend, mit einer 14:10-Führung für die Gastgeber ging es in Halbzeit zwei. Und hier erwischten die Gäste den besseren Start. Schnell verkürzten Andre Meuser und Ian Hüter auf 14:12. Mit zwei sehenswerten Pässen spielte Marian Orlowski aber Kreisläufer Alexander Engelhardt frei, der wieder den alten Abstand herstellte (16:12). Nach dem 20:16 in der 48. Minute durch Orlowski selbst schien es, als könnte der ASV die Führung sicher nach Hause bringen. Doch dann leisteten sich die Westfalen vor allem in der Offensive einige Unaufmerksamkeiten und zu riskante Abschlüsse. Dormagen gab nicht auf, glich durch Hüter, Meuser und zweimal Tim Mast bis zu 53. Minute aus. Als dann Fabian Huesmann per Siebenmeter scheiterte und den Nachwurf erst nach Betreten des Kreises verwandelte, was abgepfiffen wurde, kam es noch schlimmer aus Sicht des ASV: Patryk Biernacki brachte die Gäste zum 20:21 und später Patrick Hüter zum 21:22 in Führung. Aber die Gäste blieben nervenstark, Jan von Boenigk glich aus, ehe Fabian Huesmann in Unterzahl 83 Sekunden vor dem Ende den ASV in Führung warf.

Danach war es ausgerechnet der starke Andre Meuser, dem in Überzahl beim Prellen der entscheidende technische Fehler unterlief. Michael Lerscht ließ weiterhin Torwart Felix Storbeck auf der Bank, um die Unterzahl auszugleichen. Erst bei angezeigtem Passivspiel nahm er seine Auszeit – um Bruchteile von Sekunden früh genug, da Dani Baijens direkt danach einen Fehlpass produzierte. Doch der ASV blieb in Ballbesitz und nutzte die verbleibenden acht Sekunden sogar noch zum Tor doch von Boenigk, der das vielumjubelte 24:22 markierte.

ASV Hamm-Westfalen – TSV Bayer Dormagen 24:22 (14:10)
ASV: Bozic, Storbeck – Genz (3), Huesmann (5/1), Brosch (2), Fuchs, Reimann, Engelhardt (3), Südmeier (1), Pretzewofsky, Orlowski (3/1), Baijens (2), Mikita, Boenigk (2), Wieling (3)
TSV: Juzbasic, Simonsen – Köster, Meuser (5), Leitz, Biernacki, I. Hüter (3), P. Hüter (5), Johannmeyer, Sterba (1), Grbavac (3), Seesing, Mast (5)
Schiedsrichter: Leonard Bona, Malte Frank
Strafen: ASV 6 min, TSV 4 min – Rote Karte Markus Fuchs, ASV (18.)
Zuschauer: 1.127

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Saisonstart am Samstag

Mit großer Vorfreude blicken die Verantwortlichen des ASV Hamm-Westfalen auf den Saisonstart der 2. Handball-Bundesliga an diesem Wochenende. Die Westfalen starten mit einem Heimspiel am Samstag gegen den TSV Bayer Dormagen – voraussichtlich seit März 2020 erstmalig wieder vor einer Kulisse mit mehr als 1.000 Zuschauern.

„Das steigert die Vorfreude natürlich umso mehr“, betonte Trainer Michael Lerscht bei der Auftaktpressekonferenz am Donnerstagmittag, der auf eine zufriedenstellende Vorbereitung zurückblickte. „Natürlich gibt es auch in de nächsten Wochen noch einiges zu tun. Aber die Mannschaft hat sich in den zurückliegenden Wochen gut gefunden und einen tollen Spirit gezeigt. Genau das wollen wir und daran werden wir uns selbst messen“, so der Trainer weiter, der sich auf keine Platzierung als Ziel festlegte. „Zunächst einmal ist das eine wahnsinnig starke Liga. Es gibt vier Absteiger, Gummersbach, Dresden und Bietigheim – die alle sicher mit großen Ambitionen in die Saison. Für mich sind es aber zwei Teams mit Nordhorn und Ludwigshafen-Friesenheim, die aus meiner Sicht gar nichts anderes können, als den Anspruch des direkten Wiederaufstiegs zu formulieren.“ Für seine Mannschaft werde es darum gehen, in jedem Spiel wichtige Tugenden zu beweisen. „Wir brennen auf den Auftakt am Samstag und hoffen natürlich, dass möglichst viele Zuschauer in die Arena kommen werden“, so Lerscht.

Theoretisch könnten dieses am Samstag erstmalig wieder fast 2.000 Zuschauer sein. Denn der ASV darf alle Sitzplätze verkaufen. Rund 800 Dauerkarten sind abgesetzt. „Wir wissen natürlich auch, dass das ein Prozess sein wird. Das haben wir bei der Fußball-Bundesliga jetzt auch sehen können. Wir freuen uns, wenn zum Start am Samstag mehr als 1.000 Fans kommen. Die Regeln sind klar: Zutritt ist nur unter Einhaltung der 3G-Regel möglich. In der Arena muss im Grunde überall eine Maske getragen werden, nur auf dem Platz darf diese dann abgenommen werden“, so Lammers.

Auch wenn mit dem TSV der Vorjahressechste zu Gast ist, den Auftakt wollen die Westfalen nur zu gerne für sich entscheiden. „Dormagen hat eine tolle Entwicklung unter Beweis gestellt. Das ist gleich zum Auftakt keine leichte Aufgabe, die wir aber erfolgreich lösen wollen.“ So wie im Rückspiel der Vorsaison, als der ASV ersatzgeschwächt überzeugte und mit 28:23 gewann. Personell sind die Voraussetzungen diesmal sogar noch besser: Aktuell hat Michael Lerscht alle Spieler an Bord – auch Mittelmann Sören Südmeier meldete sich ja vor zwei Wochen beim Pokalsieg nach neuen Monaten Verletzungsauszeit mit drei Toren zurück.

Erstmalig wird am Samstag auch wieder die Abendkasse geöffnet sein. Spielbeginn ist um 19:15 Uhr, Einlass ab 17:45 Uhr. Wer es nicht in die WESTPRESS arena schafft, der kann wie gewohnt die Partie per TV-Livestream bei SportDeutschland.TV verfolgen. Kommentiert wird das Spiel von Simon Kottmann und Micky Reiners.

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Eindrucksvoll zurückgemeldet

Mit einem verdienten 28:23-Heimsieg hat sich der ASV Hamm-Westfalen eindrucksvoll aus der Quarantäne zurückgemeldet. Gegen den favorisierten Tabellenfünften TSV Bayer Dormagen gaben eine hervorragende Kollektivleistung gepaart mit einem bärenstarken Torhüter Jan Jörg Wesemann den Ausschlag. Die etatmäßige Nummer Zwei brachte es auf 14 Paraden und 40 Prozent gehaltene Bälle brachte.

Aber es gab noch mehr Erfreuliches aus dem Lager der Westfalen zu vermelden, die auf sieben verletzte und aus Vorsichtsgründen pausierende Stammkräfte verzichten mussten. Denn neben dem reaktivierten Rechtsaußen Lars Gudat, der eine gute Leistung ablieferte und zwei Tore erzielte, feierten auch Rückraum Fabio Runkel und Torwart Mathis Stecken ihre Premiere im Zweitligakader des ASV. Von Gudat hervorragend bedient setzte Runkel Sekunden vor dem Ende mit seinem ersten Zweitligator für den ASV den Schlusspunkt im ersten Pflichtspiel des ASV nach dreieinhalb Wochen Zwangspause.

„Das war heute eine ganz starke Kollektivleistung“, lobte ASV-Trainer Michael Lerscht den Einsatzwillen und die Bereitschaft aller Spieler in einer „schwierigen Situation“. Nicht nur, dass viele Stammspieler noch fehlten, auch der verbliebende Kader konnte erst wenige Trainingseinheiten zusammen absolvieren. So merkte man den Westfalen verständlicherweise einigen Sand im spielerischen Getriebe an – einige Fehlpässe und weitere individuelle technische Fehler im Laufe des Spieles waren die Folge. Aber auch die Gäste leisteten sich viele Fehler, Toptorschütze Andre Meuser wurde schmerzlich vermisst.

So fehlte dem Tabellenfünften aus dem Rückraum die Durchschlagskraft. Vor allem in der ersten Halbzeit blieb der Angriff der Gäste mehrfach im Innenblock des ASV hängen. Ab der 20. Minute kam dann auch noch Torwart Jan Wesemann immer besser in die Partie. Im Angriff war vor allem Fabian Huesmann sehr treffsicher, blieb bei seinen insgesamt sieben Toren fast ohne Fehlwurf. Beim TSV war es vor allem dem zwölffachen Torschützen Benjamin Richter zu verdanken, dass die Gäste noch im Spiel blieben. In die Pause ging es mit einer 15:11-Führung für den ASV.

Im zweiten Abschnitt änderte sich bis zum 21:16 nichts am Spiel. Begünstigt durch einige Fehler des ASV und schnelles Umschalten der Gäste spielte sich der ASV aber auf 21:18 und später auf 23:22 heran. Der vorherige Spielverlauf war beinahe auf den Kopf gestellt. Aber die Gastgeber, bei denen nun auch noch Kreisläufer Jan Brosch wegen seiner dritten Zeitstrafe vom Feld musste, blieben in Führung, per Doppelschlag brachte der wurfgewaltige Jo Gerrit Genz den ASV vorentscheidend bis zur 56. Minute mit 25:22 in Führung.

ASV Hamm-Westfalen – TSV Bayer Dormagen 28:23 (15:11)

ASV: Wesemann, Stecken – Genz (10), Huesmann (7, ½ 7 m), Brosch, Fernandez (3), Schwabe (1), Krause, Gudat (2), Krings (2), Orlowski (2), Schöße, Runkel (1), Zimny

TSV: Bartmann, Simonsen – Seesing, Richter (12, 5/5), Steinhaus, Hüter (4), Reimer, Skroblien (1), Görgen, P. Hüter, Wilhem (1), Sterba (1), Grbavac (1), Mast (3)

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch und Darnel Jansen

Zeitstrafen: ASV 14 min, TSV 8 min

Überragender Rückhalt: Jan Wesemann wehrte 40 Prozent der Bälle ab. - Foto: Wegener

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Mittwoch kommt Dormagen

Nach der Corona-Zwangspause für den ASV Hamm-Westfalen nimmt der Handball-Zweitligist ab Mittwoch wieder am Spielbetrieb teil. Dann empfängt die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht um 19:15 Uhr den fünftplatzierten TSV Bayer Dormagen in der WESTPRESS arena. Bereits am Wochenende geht es weiter, am Samstagabend tritt der ASV beim Tabellenzweiten TuS Nettelstedt-Lübbecke an.

Nach der dann dreieinhalbwöchigen Spielpause werden Michael Lerscht allerdings noch einige Akteure fehlen. Zwar kehren die Spieler so nach und nach ins Aufgebot zurück, wer bis Mittwoch oder Samstag aber die gesundheitliche Unbedenklichkeit von der medizinischen Abteilung bescheinigt bekommt, ist noch ungewiss. Daher versuchte der ASV auch zumindest das Mittwochspiel zu verlegen, die HBL-Statuten ließen dies aber zum großen Bedauern der ASV-Verantwortlichen nicht zu.

Aufgefüllt wird das Aufgebot der Westfalen, bei denen definitiv bis zum Saisonende Mittelmann Sören Südmeier wegen seiner Knieverletzung ausfällt, daher um einige Akteure aus der Drittligamannschaft. Klar war am Montag, dass es somit am Mittwochabend ein unerwartetes Comeback für Rechtsaußen Lars Gudat (Interview zum Abschied 2019) geben wird. Der 31-Jährige hatte 2019 nach zwölf Jahren im Profikader des ASV seinen Rücktritt erklärt, um sich seiner neuen beruflichen Aufgabe beim ASV-Partnerunternehmen Funke Kunststoffe zu widmen. So haben die ASV-Fans nun Gelegenheit, den Rechtsaußen doch noch einmal im Einsatz zu erleben, Anwurf ist am Mittwoch um 19: 15 Uhr, wie gewohnt wird die Partie live über SportDeutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm übertragen.

„Wir müssen uns ganz auf uns fokussieren“, erklärte Michael Lerscht zu Wochenbeginn. Zunächst einmal sei es wichtig, dass alle Akteure wieder komplett gesund sind. Entsprechend werden bei keinem Spieler auch ein Risiko in dieser Hinsicht eingegangen. Sportlich muss das verbliebene Personal dann „alles in die Waagschale werfen, was geht“. Denn der Gegner spielte bisher eine sehr starke Saison, spielte sich dauerhaft in die Spitzengruppe der Liga hinter den drei Topteams Hamburg, Nettelstedt-Lübbecke und Gummersbach. Schon im Hinspiel bekam der ASV dies zu spüren, als er mit 27:19 eine empfindliche Klatsche einsteckte.

Rechtaussen Lars Gudat hilft am Mittwoch gegen Dormagen im ASV-Profikader aus. - Foto: Wegener

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Bitterer Abend für den ASV

Einen erneut bitteren Abend erlebten die Handballer des ASV Hamm-Westfalen, die sich nach 2:6 Punkten viel vorgenommen am Freitag beim TSV Bayer Dormagen. Nach 20 Tagen Pause starteten die Westfalen ohne die verletzten Fabian Huesmann und Sören Südmeier mit viel Sand im Getriebe in die Partie, blieben im ersten Abschnitt mit 13:11 aber noch auf Tuchfühlung. In der zweiten Halbzeit zeigten die verunsicherten Gäste aber ihre bisher schwächste Phase der Saison und unterlagen folgerichtig mit 27:19, der TSV in Hochform und einem überragenden Torwart Martin Juzbasic feierte so einen insgesamt verdienten Start-Ziel-Sieg.

Einige Male landeten im zweiten Abschnitt die Würfe direkt in den Händen des TSV-Keepers, der wie der Rest der Dormagener Mannschaft von Minute zu Minute immer selbstbewusster und stärker wurde. Zwar versuchte der ASV, bei dem erstmalig in dieser Saison Mittelmann Merten Krings zum Pflichtspieleinsatz kam, alles, aber die Aktionen gerieten häufig zu ungenau. In der Offensive war das Spiel zu fehlerbehaftet, um noch eine Wende herbeizuführen. Und in der Abwehr leistete die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht, die es auch mit verschiedenen Abwehrformationen versuchte, viel zu viele Zeitstrafen. So lagen die Gäste in der 53. Minute bereits uneinholbar mit 23:16 in Führung. Dennoch nahm Coach Michael Lerscht noch eine Auszeit, um das Spiel der Westfalen erneut zu sortieren. Eine Verbesserung gelang den Gästen aber in der Schlussphase nicht mehr – die Punkte blieben durch einen deutlichen Acht-Tore-Sieg in Dormagen.

„Das ist ernüchternd für uns. Wir haben uns in der Spielpause versucht, besser darauf vorzubereiten. Direkt nach der Partie ist es schwierig, die Niederlage zu analysieren. Die erste Halbzeit lief noch ganz gut, aber einige freie Würfe müssen wir mehr reinmachen“, so ein enttäuschter Michael Lerscht direkt nach der Partie. „In der zweiten Halbzeit haben wir keine Lösung mehr kreiert. Die 5:1-Abwehr greift besser, aber dann kriegen wir wiedereinfache Tore. Schönreden kann ich das nicht.“

Sehr zufrieden zeigte sich entsprechend Dusko Bilanovic: „Meine Jungs haben das umgesetzt, was wir die ganze Woche besprochen haben. Wir haben eine sehr gute Mannschaft geschlagen. Hamm ist für mich immer noch Favorit, wir haben großen Respekt vor der Mannschaft. Aber nach drei Wochen Pause ist das natürlich schwierig. Erste Halbzeit hatten wir noch Probleme mit der Mitte, das lief dann in der zweiten Halbzeit in der Abwehr besser. Das Ergebnis ist sogar etwas zu hoch.“

TSV Bayer Dormagen – ASV Hamm-Westfalen 27:19 (13:11)
TSV: Juzbasic, Baransic – Reuland (12/6), Seesing, Senden, Meuser (4), Juric, Richter, Rehfus (1), I. Hüter (3), Reimer, P. Hüter (1), Johannmeyer, Sterba (3), Grbavac (3), Blum
ASV: Storbeck, Wesemann – Genz, Brosch (1), Fuchs (1), Spiekermann, Rubio Fernandez (3), Schwabe (1), Krause, Krings (5), Pretzewofsky (1), Orlowski (1), Eigenbrodt, Franke (5/1), Boenigk (1)
Schiedsrichter: Christian und David Hannes

Alex Rubino Fernandez spielte in Dormagen von Beginn an auf der Linksaußen-Position, hier erzielte er ein sehenswertes Hebertor im erste Abschnitt. - Foto: Gudat

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Als Favorit zum TSV

Nach 20 Tagen ohne Pflichtspieleinsatz greifen die Profis des ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend um 19:30 Uhr wieder in das Geschehen der 2. Handball-Bundesliga ein. Beim Tabellenelften TSV Dormagen gilt es für die Mannschaft von Michael Lerscht, die vorherigen Misserfolge in Ferndorf und zuhause gegen Dresden vergessen zu machen und den Anschluss zur Spitzengruppe zu halten.

Denn während die Westfalen wegen des Spielausfalls in Bietigheim erneut nur zuschauen konnten, haben sich einige Teams wie Hamburg, Lübeck und Nettelstedt-Lübbecke in der Tabelle am ASV vorbeigeschoben. Allerdings ist das Bild allein schon in der Spitzengruppe – Dessau hat bereits elf Spiele absolviert, die Westfalen erst deren acht – schief, die hoch gehandelten Bietigheimer rangieren sogar mit nur fünf gespielten Partien auf dem letzten Platz der Liga.

„Das sind alles nur Momentaufnahmen. Wir müssen uns auf uns und auf unsere Leistung konzentrieren“, blendet ASV-Trainer Michael Lerscht die wenig aussagekräftige Tabelle lieber aus. Und die Vorgabe für das Gastspiel beim TSV Bayer Dormagen ist klar: Der ASV will die Rückreise mit zwei Zählen antreten. Lerscht warnt: „Voraussetzung ist, dass wir unsere Stärken abrufen und voll fokussiert sind. Der TSV hat diese Saison schon bewiesen, dass er auch mit Topteams wie Bietigheim oder Nettelstedt-Lübbecke mithalten kann.“ In Bietigheim gelang der Mannschaft von Dusko Bilanovic ein 25:26-Sieg, zuhause gegen den TuS ein 25:25. Zuletzt allerdings unterlag der TSV Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck mit 30:28. „Wir haben das Spiel analysiert und blicken jetzt nach vorne“, stellte Bilanovic allerdings klar, ebenso wie die Rollenverteilung in dieser Partie: „Hamm kommt als Favorit nach Dormagen.“

Für ASV-Neuzugang Jo Gerrit Genz bedeutet die Partie in Dormagen eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte, wo der Rückraum vor seinem Wechsel zum TuS Nettelstedt-Lübbecke von 2012 bis 2016 im Einsatz war. „Riesig“ sei seine Vorfreude, äußerte sich Genz im Vorfeld der Partie, auch wenn er natürlich viel lieber vor Zuschauern im Sportcenter spielen würde. Personell hat sich die Situation bei den Westfalen während der Pause unwesentlich verändert. Mittelmann Merten Krings steht nach seiner Fingerverletzung vor seinem Comeback beim TSV. Einige Akteure plagen sich mit Blessuren, über deren Einsatz werde aber erst kurzfristig entschieden, stellte Lerscht vor dem Abschlusstraining am Donnerstagmittag fest.

Übertragen wird die Partie vom TSV über SportDeutschland.TV und durch Radiosender Lippe Welle Hamm, Anwurf ist um 19:30 Uhr.

Jo Gerrit Genz spielt von 2012 bis 2016 beim TSV Bayer Dormagen. - Foto: Wegener/ASV

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Achtung, ASV!

Aufgepasst, ASV! „Aus der Abwehr heraus soll der Ball schnell (fast überfallartig) nach vorne getragen werden.“ So steht es auf der Internetseite des TSV Bayer Dormagen geschrieben. Und weiter: „Die Angriffsarbeit ist geprägt durch hohe Laufbereitschaft mit und ohne Ball, gruppen- und mannschaftstaktische Elemente gepaart mit körperlichem Einsatz. Individuelle Fähigkeiten dienen nicht dem Selbstzweck, sondern dem Erfolg der Mannschaft.“

Ein Blick auf die Tabelle macht klar, dass das Konzept in dieser Saison aufgeht. Dormagen ist in bestechender Form, hat die jüngsten drei Partien gewonnen und rangiert mit 16:12 Zählern auf Platz sechs und hat somit nur drei Punkte Rückstand auf den ASV Hamm-Westfalen.

„Mit diesem Punktestand und diesem Tabellenplatz hatte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht unbedingt gerechnet,“ gab Bayer-Geschäftsführer Björn Barthel im Gespräch mit der Rheinischen Post ehrlich zu. Kein Wunder, denn in der vergangenen Saison sprang „nur“ Platz 13 für den damaligen Aufsteiger heraus.

Dass eine schwierige Aufgabe auf die Westfalen wartet, meint auch ASV-Trainer Kay Rothenpieler: „Gegen Dormagen gilt es, erneut mit der Mentalität und dem Willen aus der Partie in Nettelstedt zu spielen. Wenn es uns dann auch gelingt, früh die Kontrolle über das Spiel zu erlangen, bin ich guter Dinge. Aber klar ist auch: Es gibt keine einfachen Gegner, wir müssen wieder alles raushauen.“

Dass es in dieser Saison gut läuft, verdankt die Mannschaft von TSV-Trainer Dusko Bilanovic auch den guten Leistungen des Torwarts Sven Bartmann. Der 32-Jährige liegt mit 110 Paraden in der aktuellen Spielzeit auf Platz acht von 52 eingesetzen Torhütern. Dabei hing die Karriere des Dormagener Urgesteins (seit 2013 im Verein) im vergangenen Sommer noch am seidenen Faden. Ein Motorradunfall endete mit einem doppelten Schlüsselbeinbruch sowie neun gebrochenen Rippen. Doch Glück im Unglück, denn bereits am ersten Spieltag war Bartmann schon wieder Teil seiner Mannschaft.

Ebenfalls einen verschärften Blick wert ist Julian Köster. Der gerade einmal 20 Jahre alte linke Rückraumspieler gehört dem „DHB-Elitekader“ an. Außerdem ist er Teil der deutschen U20-Auswahl von Trainer Martin Heuberger, die sich ab dem 2. Januar im benachbaren Warendorf auf das ebenfalls im Januar steigende Vierländerturnier in Portugal vorbereitet. Bereits im Sommer 2019 brillierte Köster im DHB-Trikot und wurde bei der U19-Weltmeisterschaft in Nordmazedonien beim Titelgewinn seines Teams als bester Abwehrspieler der WM ausgezeichnet. (mby)

Dormagen Trainer Dusko Bilanovic macht seine Jungs heiß. – Foto: Heinz J. Zaunbrecher

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Nächster Sieg im Visier

Mit ordentlich Rückenwind geht der ASV Hamm-Westfalen in die Heimpartie gegen den TSV Bayer Dormagen. Während es in der heimischen WESTPRESS arena schon seit Wochen wie am Schnürchen läuft, taten sich die Sieben von Trainer Kay Rothenpieler lange schwer.

Doch am vergangenen Freitag platze der Knoten, nach vier Partien ohne doppelten Punkterfolg landete der ASV beim TuS N-Lübbecke einen hochverdienten 27:22-Sieg. Aber nicht nur das Ergebnis stimmte, sondern auch die Art und Weise wusste durchaus zu gefallen. Mehr Variabilität, mehr Tempo und mehr Spielwitz brachten die Roten in Ostwestfalen auf die Platte, ein Ergebnis der intensiven Trainingsarbeit.

Den Schwung der guten Leistung will Rothenpieler jetzt mit in die Partie gegen Dormagen nehmen: „Wir haben weiter daran gearbeitet, gewisse Bewegungen einzustudieren. Wir wollen noch mehr in die Tiefe gehen und die richtigen Räume treffen. Außerdem feilen wir auch an unserem Tempospiel und wollen die eine oder andere Angriffsvariante schneller Durchbringen.“

Auch Rückraumspieler Sören Südmeier will den Schwung aus der Nettelstedt-Partie mitnehmen: „Gegen Dormagen müssen wir auch wieder unsere offensive Vielseitigkeit auf die Platte bringen. Die Trainingsarbeit lohnt sich, denn so machen wir es im Angriff dem Gegner schwerer.“ Bereits richtig gut steht nach Meinung des 28-Jährigen bereits der Defensivverbund. „Unsere Abwehr ist das Prunkstück. Zusammen mit unseren beiden starken Torhütern sind wir da richtig gut aufgestellt“, so „Südi“.

Ein Besuch in der WESTPRESS arena dürfte sich mit großer Wahrscheinlichkeit lohnen, zumindest wenn man einen Blick in die Historie bemüht. Von sechs Heimspiel gegen die Rheinländer gewannen die Hammer die vergangenen fünf, das jüngste Duell war allerdings eine enge Angelegenheit: Im Mai diesen Jahres entschied der ASV erst dank eines Treffers von Stefan Lex in letzter Sekunde das Kräftemessen für sich. (mby)

Stefan Lex (rechts) und seine Hammer Teamkollegen peilen gegen Dormagen den nächsten Sieg an. – Foto: Henning Wegener