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Verdienter 31:27-Heimsieg gegen Ferndorf

Mit einem verdienten 31:27-Sieg hat der ASV Hamm-Westfalen seine intensive Serie von vier Partien innerhalb von elf Tagen in der 2. Handball-Bundesliga erfolgreich abgeschlossen.

Am 29. Spieltag setzte sich die Mannschaft von Michael Lerscht dank einer starken zweiten Halbzeit gegen den TuS Ferndorf, der ein ähnlich anstrengendes Programm zu absolvieren hatte, durch. „Über 60 Minuten ein verdienter Sieg für den ASV“, befand TuS-Trainer Robert Andersson direkt nach der Partie, obwohl seine Mannschaft zur Pause noch mit 15:14 führte.

Beiden Teams war von Beginn an keinerlei Müdigkeit anzumerken, beide drückten von der ersten Sekunde an mächtig aufs Tempo. Nach etwas mehr als 23 Minuten hatten die 1.429 Zuschauer in der WESTPRESS arena bereits 25 Tore gesehen. „Das war eine ganz gute erste Halbzeit“, so Andersson, der seiner Mannschat ein „gutes Offensivspiel“ bescheinigte. „Wir müssen lange, lange arbeiten. Ferndorf hat eine gute Qualität und hat das gezeigt“, meinte ASV-Coach Michael Lerscht, dem erwartungsgemäß Sören Südmeier und Markus Fuchs verletzt fehlten. So sei es besonders wichtig gewesen, nach dem Habzeitrückstand gut in die zweite Hälfte zu starten und vor allem das Defensivspiel zu verbessen. Lerscht: „Für uns war es extrem wichtig, besser gemeinsam zu verteidigen. Und das ist uns dann sehr gut gelungen. Darüber sind wir auch beim Tempospiel in Gang gekommen.“

So erarbeiteten sich die Westfalen, bei denen Matej Mikita im Innenblock mit seinen Nebenleuten unermüdlich ackerte, innerhalb von nur sieben Minuten eine 20:16-Führung, allerdings begünstigt durch einige Schwierigkeiten im Abschluss bei den Gästen. „Wir haben in dieser Phase vier freie Würfe liegengelassen. Aber wir haben uns diese Chance da noch erarbeitet“, so Andersson. Was dann folgte, stellte den Trainer allerdings nicht zufrieden. „Danach haben wir uns dann 10 bis 15 schwache Minuten geleistet.“

Während der TuS nicht mehr an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen konnte, drehte der ASV regelrecht auf. Rückraum Gerrit Genz war nicht mehr zu stoppen und traf zwischen der 34. Und 49. Minute acht Mal. „Das war eine tolle Leistung“, lobte Lerscht anschließend den Rückraum.

„Wir haben jetzt gegen zwei Topteams der Liga, Essen und Hamm, verloren. Gegen den Vierten und Dritten. Wir müssen das Gute aus diesen Spielen mitnehmen“, meinte Andersson. Während Ferndorf am Samstag gegen den EHV Aue antritt, freuen sich die Westfalen auf das Duell mit dem Spitzenreiter VfL Gummersbach am kommenden Freitag um 19 Uhr in der Schwalbe Arena. „Darauf kann man sich nur freuen. In dem Spiel sind wir definitiv mal kein Favorit“, so Michael Lerscht, der seiner Mannschaft nach den strapaziösen Tagen seinen Spielern nun eine kleine Pause gönnt. „Die Athletik-Einheit am Montagmorgen ist gestrichen“, so Lerscht, der Sonntag ohnehin trainingsfrei. Danach beginnt dann die Vorbereitung auf das Duell mit dem VfL, danach folgen zunächst drei weitere Auswärtsspiele, ehe der ASV wieder in der WESTPRESS arena antritt.

ASV Hamm-Westfalen – TuS Ferndorf 31:27 (14:15)

ASV: Storbeck, Bozic – Genz (9), Huesmann (8/5), Brosch (4), Reimann, Engelhardt (1), Kooij, Pretzewofsky, Schöße, Orlowski (4), Meschke, Baijens (1), Mikita, von Boenigk, Wieling (4)

TuS: Puhl, Rottschäfer – Eres (1), Strakeljahn (1), L. Schneider, Persson (3), Michel (6/4), Siegler, J. Schneider (3), Bornemann (9), Rüdiger (1), Koloper, Diebel (1), Duvancic (1), Neuhold (1)

Schiedsrichter: Patrick Arndt und Matthes Westphal

Zuschauer: 1.422

Heimspiel am Samstag gegen Ferndorf

Zum Ende der kräftezehrenden doppelten Englischen Woche tritt der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend in der heimischen Woche gegen eines der aktuell erfolgreichsten Teams der 2. Handball-Bundesliga an, dem abstiegsbedrohten TuS Ferndorf.

Die Gäste sammelten zuletzt 11:1 Punkte, ehe der TuSEM Essen am Mittwoch die Erfolgsserie der Ferndorfer durch einen 32:30-Auswärtssieg beendete. Dennoch hat sich der lange Zeit verletzungsgeplagte TuS durch die Serie aus der Abstiegszone gespielt und hat damit nun alle Möglichkeiten, den Klassenverbleib aus eigener Kraft zu sichern.

Der gastgebende ASV befindet sich dagegen weiterhin in der Verfolgerrolle der Spitzenteams. Mit drei Punkten Abstand ist der Tabellendritte der HSG Nordhorn-Lingen weiterhin auf den Fersen. Tabellenführer VfL Gummersbach verfügt dagegen mit sieben Punkten Vorsprung bereits über ein beachtliches Polster vor den Westfalen. „Natürlich wissen wir das. Aber wir setzen uns auch nicht allzu sehr damit auseinander. Für uns ist es jetzt wichtig, dass wir uns auf uns und unsere Leistung konzentrieren“, betont ASV-Trainer Michael Lerscht. Und die müsse „wieder besser sein, als zuletzt in Dresden“, stellte der Coach klar. So habe man sich beim HC Elbflorenz, wo der ASV am Mittwochabend am Ende mit 28:33 unterlag, „zu viele Kleinigkeiten geleistet, die in Summe gegen einen gut spielenden Gegner zu der Niederlage geführt haben“.

So bemängelte Lerscht insbesondere das Rückzugsverhalten zu Spielbeginn, als die Westfalen zunächst mit 2:7 ins Hintertreffen gerieten. Lerscht: „Ansonsten gab es aber ja nicht die eine große Sache, an der es gelegen hat. Wir wissen, was wir verbessern können. Und genau das werden wir am Samstag gegen Ferndorf tun. Wir alle brennen auf die Aufgabe.“

Personell wird die Ausgangslage unverändert sein, für die dauerhaft fehlenden Sören Südmeier und Markus Fuchs rücken wieder Spieler aus dem erweiterten Kader nach. Diesmal werden dies voraussichtlich Lars Kooij und Florian Schöße sein. Die Zuschauerzahl dürfte sich auch im dritten Spiel in Folge weiter erhöhen. „Es zeichnet sich wieder ein besserer Besuch ab“, erklärte Thomas Lammers, Geschäftsführer des ASV Hamm-Westfalen. So waren im Vorverkauf am Freitag schon fast so viele Tickets abgesetzt, wie zuletzt gegen Coburg insgesamt. Karten gibt es an der Abendkasse, die um 17:45 Uhr öffnet, auch Stehplatzkarten sind wieder erhältlich. Der Zutritt erfolgt nach 3G-Regel.

ASV verpflichtet Linkshänder

Der ASV Hamm-Westfalen hat eine weitere Personalie zur neuen Saison geklärt. Ab Sommer wird Andreas Bornemann den rechten Rückraum der Westfalen verstärken. Der aktuell 27-Jährige wechselt vom TuS Ferndorf zunächst für zwei Jahre und spielt dann wie schon in der Saison 2017/18 beim VfL Eintracht Hagen zusammen mit Jan von Boenigk.

In der vergangenen Saison erzielte Andreas Bornemann 135 Tore für den TuS. In elf Liga- und zwei Pokalspielen brachte es in dieser Spielzeit bisher auf 60 Treffer. „Wir freuen uns, dass Andreas sich für uns entschieden hat. Mit ihm bekommen wir einen sehr torgefährlichen, aber auch kompletten Linkshänder, der sich gut mit Jan von Boenigk ergänzen wird“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers bei der Bekanntgabe der Verpflichtung von Andreas Bornemann, der zunächst für zwei Jahre in die WESTPRESS arena wechselt. „Das wird eine spannende Aufgabe, auf die ich mich sehr freue“, betonte der 27-Jährige bei der Bekanntgabe seines Wechsels. Nach drei Jahren beim TuS, mit dem er im Sommer am liebsten noch den Klassenverbleib feiern will, setzt sich der dann 28-Jährige hohe Ziele. Bornemann, der im Sommer nach Hamm ziehen wird, meinte dazu: „Natürlich sind die Voraussetzungen beim TuS und beim ASV nicht wirklich vergleichbar, der ASV zählt ja seit vielen Jahren zu den Topadressen in der 2. Liga. Ich will meinen Teil zur sehr erfolgreichen Entwicklung beitragen.“  Mit der Veröffentlichung der Neuverpflichtung gab der ASV Hamm-Westfalen auch bekannt, dass der Vertrag mit dem aktuellen Rückraum-Rechten Gerrit Genz nicht verlängert wird.

Andreas Bornemann. - Foto: TuS Ferndorf

Testspiel am Samstag gestrichen

Nach den ersten gemeinsamen Trainingstagen wurden nun auch die Handballer des ASV Hamm-Westfalen vom Corona-Virus ausgebremst. Bei mehreren Spielern waren die täglich durchgeführten Tests nun positiv. Um eine weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern, setzt der Handball-Zweitligist für seine Profis ab sofort das Training aus.

„Diese Maßnahme gilt zunächst bis Montag. Wir wollen abwarten, wie sich die Tests bei den weiteren Spielern entwickeln“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. Entsprechend betroffen von der Maßnahme ist auch das für Samstag angesetzte Testspiel gegen den TuS Ferndorf. „Das kann leider nicht wie geplant stattfinden“, so Lammers. Die gute Nachricht: Die aktuell bisher vier positiv getesteten Akteure weisen keine bis leichte Symptome auf. Lammers: „Die Spieler waren direkt nach unserem letzten Ligaspiel 2021, also am 26. Dezember, geboostert worden.“

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ASV wird Favoritenrolle gerecht

Zum Ende einer kräftezehrenden Woche mit drei Partien ist der ASV Hamm-Westfalen beim Schlusslicht TuS Ferndorf mit 24:28 (13:14) in der Sporthalle Stählerwiese in Kreuztal seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Die gesamte Partie gaben die Gäste den Ton an, verpassten es allerdings, gegen die erwartet kampfstarken Gastgeber frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. So blieb es bis zu den Schlussminuten spannend, erst dann erhöhte der ASV den Vorsprung auf sechs Tore, der in der letzten Minute in Unterzahl wieder auf vier Treffer schmolz.

Da Spitzenreiter VfL Gummersbach zeitgleich zuhause gegen Essen gewann, ist das nächste Spiel des ASV nun ein Spitzenspiel. Am Freitag, 12. November, empfangen die Westfalen (Anwurf 19:15 Uhr) den Tabellenersten als Dritter der Liga in der WESTPRESS arena – bei allerdings einem weniger absolvierten Spiel als die noch besser platzierten Essener. Doch mit dieser Folge des sechsten Spiels ohne Niederlage beschäftigte sich Trainer Michael Lerscht direkt nach der Partie noch nicht: „In der Historie war das immer schwierig, hier beim TuS etwas mitzunehmen. Wir freuen uns und sind sehr glücklich, dass das heute geklappt hat.“

Von Beginn an waren die Westfalen, die eine starke Mannschaftsleistung zeigten, hellwach. Schon nach gut fünf Minuten sorgte Gerrit Genz mit seinem Treffer für eine 1:4-Führung. Aber bis zur elften Minuten traf nur der TuS, der auf 4:4 ausglich. Ähnlich lief es nach dem 10:13 in der 23. Minute. Statt bis zur Pause ein dickeres Polster zu erspielen, ließen die Gäste, bei denen wie gegen Dresden am Mittwoch nur Matej Mikita wegen Sprunggelenksproblemen fehlte, den Tabellenletzten wieder ins Spiel kommen. Lukas Siegler glich in der 28. Minute erneut aus. Den letzten Treffer der Halbzeit erzielte Jan Pretzewofsky zum 13:14.

In der zweiten Halbzeit sollte es der insgesamt sehr abgeklärt wirkende ASV besser machen: Wieder gelang schnell eine Drei-Tore-Führung, Dani Baijens traf zum 14:17 in der 35. Minute. Danach gelang es zwar auch nicht, den Vorsprung weiter zu vergrößern – der ASV hielt den Gastgeber aber zumindest bis zu den Schlussminuten auf Abstand. Ab der 56. Minute sorgten die Westfalen dann doch für klare Verhältnisse: Genz, Marian Orlowski und Jan Brosch erhöhten auf 22:28. Somit feierte der ASV am Ende einen verdienten Favoritensieg.

Robert Andersson: „Unsere erste Halbzeit war vor allem in der Abwehr das Beste, was wir bisher gespielt haben. Klar machen wir sechs, sieben technische Fehler im Angriff. Das ist zu viel gegen so eine Mannschaft. Aber wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir sind da, wir werden immer besser.“

TuS Ferndorf – ASV Hamm-Westfalen 24:28 (13:14)

TuS: Hottgenroth, Rottschäfer – Strakeljahn (1), L. Schneider, Persson (1), Michel, Voss-Fels, Siegler (3), J. Schneider (4), Bornemann (3), Rüdiger (4), Koloper, ten Velde (5/4), Diebel (1), Duvancic (2)

ASV: Bozic, Storbeck – Genz (6), Huesmann (3/1), Brosch (2), Fuchs, Reimann, Engelhardt, Südmeier (2), Pretzewofsky (3), Orlowski (6/3), Baijens (4), von Boenigk (2), Wieling

Schiedsrichter: Paulo Ribeiro, Pawel Fratczak

Zuschauer: 817

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Reifeprüfung in Ferndorf

Nachdem der ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga zuletzt reihenweise gegen die Topteams der Liga angetreten ist, ist die Rolle für die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht am Samstagabend (Anwurf 19 Uhr) nun eine ganz andere. Denn gegen Tabellenschlusslicht TuS Ferndorf ist der Tabellenfünfte diesmal der Favorit. Nach zuletzt 7:1 Punkten gegen Nordhorn-Lingen, Bietigheim, Coburg und Dresden wollen die Westfalen die gute Serie auch in Ferndorf fortsetzen.

Aber Trainer Lerscht warnte vor dem Abschlusstraining am Freitag noch einmal vor der anstehenden Aufgabe, die für die Westfalen einer Reifeprüfung gleicht: „Gegen Ferndorf ist es immer schwer zu spielen, denn das Team gibt nie auf und kann an guten Tagen jeden schlagen.“ Für die Favoritenrolle gebe es ohnehin keine Punkte, wie zig überraschende Ergebnisse an den ersten acht Spieltagen der Saison deutlich zeigten, so Lerscht weiter. Somit wird es für den ASV gegen den Ex-Klub des Trainers am Samstag wichtig sein, von Anfang an auf der Höhe zu sein – anders als gegen Dresden, als man nach nach Anfangsschwierigkeiten mit 5:10 zurücklag. „Egal wie, egal wo – du musst an dein Maximum kommen, um zu gewinnen – in allen Bereichen: mental, physisch, technisch, taktisch. Ferndorfs Stärke war und ist die Kampfkraft. Und die aktuelle Platzierung wird den Fähigkeiten des TuS in meinen Augen nicht gerecht“, so Lerscht.

Dessen Nachfolger beim TuS, Robert Andersson, hält eine Überraschung entsprechend auch für möglich. „Wir müssen im Angriff variabel sein, einen schnellen Ball spielen und immer wieder auf die Schnittstellen der ASV-Abwehr gehen, so kommen wir auch zu Chancen – und diese wollen wir nutzen. Wenn uns das gelingt und wir unsere Fehler minimieren, können wir den ASV eventuell lange ärgern und vielleicht schaffen wir dann auch eine Überraschung“, wird Andersson im Vorbericht des TuS zitiert. „Das haben wir in Essen teilweise schon gut gemacht, aber das müssen wir am Samstag über 60 Minuten schaffen.“

Das ASV-Personal wird gegen den TuS voraussichtlich komplett zur Verfügung stehen, ein Fragezeichen steht lediglich noch hinter Matej Mikita. Der slowakische Neuzugang hatte am Mittwoch gegen Dresden wegen Sprunggelenksproblemen das Heimspiel gegen den HC nur von der Tribüne aus verfolgen können.

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32:30-Arbeitssieg gegen Ferndorf

Über zwei hart erkämpfte Punkte freuten sich die Handballer des ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend. Mit 32:30 (15:13) rangen sie den TuS Ferndorf knapp aber verdient nieder – für die Gäste war es die erste Partie nach sechswöchiger Corona-Zwangspause.

Aber auch der ASV war personell angeschlagen, in den zwei Tagen vor dem Spiel des 27. Spieltags verletzten sich Kreisläufer Jan Brosch und Rückraum Marian Orlowski im Training jeweils schwer am Finger – beiden droht ein Ausfall von mehreren Spielen. Eine genauere Diagnostik war aufgrund von Schwellungen noch nicht möglich, diese wird zu Wochenbeginn vorgenommen, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. Sören Südmeier wird ohnehin voraussichtlich bis zum Saisonende fehlen.

„Das war natürlich schon etwas, das wir erst einmal verdauen mussten“, erklärte ASV-Trainer Michael Lerscht – wohlwissend, dass die Situation bei seinem ehemaligen Verein TuS Ferndorf für Trainer-Nachfolger Robert Andersson aufgrund der sieben vermeldeten Corona-Fälle in der Mannschaft ebenfalls äußerst schwierig war. Man habe nicht gewusst, in welcher Formation der Gast auflaufen würde. „Wir haben aber gewusst, dass wir auf einen äußerst motivierten und kampfstarken Gegner treffen werden, der einen sehr guten Handball spielt“, betonte Lerscht.

Und mit dieser Einschätzung sollte der ASV-Coach völlig richtig liegen. Denn auch ohne einige etatmäßige Kräfte erwiesen sich die Ferndorfer, die bis dahin acht Spiele weniger absolviert hatten als Eisenach und Hüttenberg, als unbequemer Gegner. Bis zum 4:3 verlief das Spiel völlig ausgeglichen, eher mit Vorteilen für die Westfalen. Durch zwei Treffer von Lucas Schneider und einen von Christopher Klasmann legte der TuS aber bis zur elften Minute auf 4:6 vor. Spätestens jetzt war klar: Auch in dezimierter Besetzung wird die Partie kein Selbstläufer für den ASV.

Der ASV glich in den Folgeminuten aus, danach blieb es bis zum 9:8 in der 18. Minute ausgeglichen. Als dann der insgesamt treffsichere Jan Pretzewofsky in der 23. Minute zum 12:9 erhöhte und damit erstmalig eine Drei-Tore-Führung herstellte, schien es, als könnten die Gastgeber die Partie dominieren. Aber die Gäste, bei denen nun Rückraum Juan Antonio Viciano Sario aufdrehte, ließen sich nicht abschütteln, zur Pause waren sie beim 15:13 noch auf Schlagdistanz. Insbesondere in der Abwehr offenbarten die Hausherren immer wieder Schwächen, durch die Mitte kam Ferndorf immer wieder zu leichten Toren. „Das war etwas, worauf wir vorbereitet waren – aber wir haben die Vorgaben nicht umgesetzt und keinen Zugriff bekommen“, bemängelte Co-Trainer Christof Reichenberger.

Dies sollte im zweiten Abschnitt besser werden. Innerhalb von weniger als vier Minuten schraubte der ASV die Führung auf komfortable vier Treffer – Jo Gerrit Genz markierte mit dem sechsten seiner insgesamt acht Tore das 19:15. Dies Führung verwalteten die Westfalen dann bis zum Ende, näher als auf zwei Treffer kam Ferndorf nicht mehr heran.

Trotz der Niederlage zeigte sich TuS-Trainer Robert Andersson nach dem Spiel nicht unzufrieden: „Ich bin stolz auf meine Jungs und auf die Leistung nach sechs Wochen ohne Wettkampfspiel. Sie haben gekämpft und alles versucht. Mit ein bisschen Glück hätten wir sogar die Möglichkeit gehabt, einen Punkt zu holen.“

Michael Lerscht bedankte sich für die Glückwünsche, sah aber vor allem wegen der Leistung in der ersten Halbzeit Anlass zur Kritik: „Es war für uns eine Woche zum Vergessen. Die Ausfälle von Marian und Jan waren schon Knüppel zwischen die Beine. Aber es war klar, dass Ferndorf einen guten und schnellen Ball spielt. In der ersten Viertelstunde bekommen wir zu viel von dem, was wir besprochen haben. In der zweiten Halbzeit läuft das dann besser. Insgesamt war das heute natürlich viel Last auf wenigen Schultern, Merten Krings spielt durch, die Linkshänder auch. Jetzt heißt es für uns, schnell zu regenerieren und nach vorne zu schauen.“

Bereits am Mittwoch müssen die Westfalen wieder in der WESTPRESS arena antreten, dann steht bereits um 17 Uhr das Nachholspiel gegen die HSG Konstanz an, erneut ohne Zuschauer, aber live übertragen über SportDeutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm.

ASV Hamm-Westfalen – TuS Ferndorf 32:30 (15:13)
ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (8), Huesmann (7/4), Fuchs (2), Spiekermann, Fernandez, Schwabe (2), Krause, Krings (7), Pretzewofsky (5), Schöße, Franke, von Boenigk
TuS: Hottgenroth, Broszinski – Eres (4/1), Viciano Sario (6), Matzken (7/2), Sorg (1), L. Schneider (5), Klasmann (1), Péchy, J. Schneider, Rink (4), Diebel (2).
Schiedsrichter: Pawel Fratczak, Paulo Ribeiro
Zeitstrafen: ASV 10 min , TuS 8 min

Jo Gerrit Genz war mit acht Treffern erfolgreichster Torschütze gegen den TuS. - Foto: Wegener

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Freitagabend gegen Ferndorf

In der 2. Handball-Bundesliga gibt es aktuell nur eine Mannschaft, die noch weniger Spiele im Vergleich zur Konkurrenz absolviert hat, als der ASV. Und genau diesen Gegner empfangen die Westfalen am Freitagabend um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena.

Während sich bei den Gastgebern bis zum Anschlusstraining am Freitag noch keine personellen Änderungen ergeben haben, wird der TuS zumindest teilweise aus der Reserve auffüllen müssen. „Handbremse los – Gas geben – überraschen“, so lautet das von TuS-Coach Robert Andersson ausgegebene Motto für das Gastspiel in Hamm. Michael Lerscht will personelle Spekulationen rund um den Gegner gar nicht erst aufkommen lassen: „Das beeinflusst unsere Vorbereitungen nicht. Wir konzentrieren uns auf uns selbst und auf unsere Leistung“, so der 36-jährige, der im Sommer vom TuS zum ASV auf die Trainerbank gewechselt war. Schon das Hinspiel dürfte den Westfalen dabei Warnung genug sein, auch damals kam der TuS frisch aus einer Quarantäne-Pause und kämpfte den favorisierten ASV mit 27:21 (11:11) nieder.

Erst 17 Mal konnte der TuS Ferndorf in dieser Spielzeit antreten. Gleich drei Mal wurden die Ferndorfer von Corona ausgebremst – zweimal ohne Folgen nur aufgrund von Verdachtsfällen, beim dritten Mal erwischte es die Mannschaft von Trainer Robert Andersson aber erheblich. Anfang März gab es im Rahmen der regelmäßigen Tests zwei positive Corona-Fälle, es folgte fünf weitere. Erst jetzt – nach sechs Wochen Quarantäne – kehrt der TuS wieder zum Spielbetrieb zurück, möglicherweise noch ohne einige betroffene Akteure, die aus medizinischer Sicht grünes Licht erhalten müssen. Der ASV spielte mittlerweile fünf Spiele mehr, Eisenach und Hüttenberg sind sogar schon acht Partien weiter in der Saison.

So dürfte den Gästen aktuell weniger die kurzfristige Aufgabe beim ASV als vielmehr die Tatsache Sorgenfalten verursachen, wie man die Vielzahl der Spiele bis zum Saisonende im Juni ohne Überbelastungen und daraus resultierende Verletzungen überstehen kann. „Das Wichtigste ist die Gesundheit der Spieler“, betonte Andersson entsprechend. So wird der TuS – wie im Übrigen der ASV in Person von Melf Krause und Florian Schöße ja auch – möglicherweise am Freitag mit Leon und Michel Sorg aus der Reserve auffüllen.

Anwurf in der WESTPRESS arena ist um 19:15 Uhr, die Liveübertragung über SportDeutschland.TV beginnt um 19 Uhr. Um 18:15 Uhr zeigt der ASV zudem live über Facebook die TV-Heimspielanalyse „Anschwitzen“ mit Simon Kottmann und dem Handball-Experten Jens Gawer.

ASV-Hamm Westfalen

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Schwache Halbzeit kostet Punkte

Zu keiner Phase des Spiels ist es dem ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend gelungen, beim TuS Ferndorf an die hervorragende Leistung wenige Tage zuvor gegen Eisenach anzuknüpfen. So unterlag der ASV in einer sehr kämpferisch geführten und spielerisch wenig glanzvollen Partie am Ende mit 27:21 (11:11).

Zur Pause war der Spielstand in der Sporthalle Stählerwiese, in der eine Handvoll Trommler sehr lautstark für Heimatmosphäre sorgten, noch ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich im Verlauf der ersten halben Stunde einen Vorteil erspielen. Allerdings war schon zu erkennen, dass die Offensivtrümpfe des ASV diesmal nicht stachen. So gelang kein gefährliches Anspiel an den Kreis, auch aus dem Rückraum waren die Westfalen wenig torgefährlich, die Abwehr fand selten Zugriff und Torhüter blieben blass. Trainer Michael Lerscht versuchte es diesmal früh mit Personalwechseln, aber auch die Bank brachte anders als gegen Eisenach nicht den erhofften Schwung ins Spiel.

Auch in Halbzeit zwei blieb es zunächst bis zum 14:14 ein Kampf auf Augenhöhe. Dann schien es sogar, als könnten die Gäste trotz des schwierigen Starts die Kontrolle über die Partie übernehmen. Zunächst brachte Marian Orlowski nach einer Zeitstrafe gegen die Gastgeber den ASV mit einem Rückraumkracher in Führung, wenig später erhöhte Marten Frank auf 14:16. Jede Abwehr- und Angrifssaktion wurde von Bank frenetisch bejubelt. Beim Stand von 15:17 nahm TuS-Trainer Robert Andersson in der 41. Minute eine Auszeit – und fand offenbar die goldrichtigen Worte. Denn in der Folge drehten die Gastgeber, innerhalb von zehn Minuten das Spiel und gingen vorentscheidend mit 23:18 in Führung.

Bei den Westfalen gelang nun immer weniger, auch das Spiel mit zwei Kreisläufern brachte offensiv keine Wende. Zudem haderten die Gäste immer mehr mit dem Schiedsrichtergespann, was auch nicht hilfreich war. Einzig Linksaußen Fabian Huesmann sorgte mit seinen Toren noch für einen Hoffnungsschimmer, der aber auch nicht mehr ausreichte, um die Westfalen in der Schlussphase noch einmal in Reichweite eines Punktgewinns zu bringen. So blieb dem ASV-Tross am nur, den erwartet kampfstarken Ferndorfern zum verdienten Heimsieg zu gratulieren.

ASV-Trainer Michael Lerscht: „Mir war bewusst, dass wir auf eine Mannschaft treffen, der man die Quarantänezeit nicht unbedingt merkt und die unglaublich brennen wird. Wir haben so bis zur 35. Minute ganz ordentlich gespielt, aber auch schon in der ersten Halbzeit zu eng gespielt. Aber jetzt müssen wir schnell nach vorne schauen, gucken was mit Sören Südmeier und Fabian Huesmann ist, die hier Blessuren davongetragen haben.“

Robert Andersson: „Wir werden den Trainingsrückstand vielleicht etwas später merken. Wir haben heute genau das bekommen, was für einen Tag brauchen, um so einen Gegner zu schlagen. Wir wussten, dass der ASV gefährlich aus dem Rückraum und vom Kreis ist. Und das haben wir ganz gut verteidigt. Dann waren die Paraden unserer Torhüter der Knackpunkt. Vorne haben wir heute mit Geduld gespielt und sehr clever. Das haben wir so nicht immer gemacht, ich weiß nicht, woran es liegt, aber wir haben es gut gemacht.“

Für den ASV gibt es bereits am Samstag die Gelegenheit, es im Heimspiel gegen den HC Elbflorenz Dresden besser zu machen. Anwurf ist um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena.

TuS Ferndorf – ASV Hamm-Westfalen 27:21 (11:11)

TuS: Durica, Hottgenroth – Eres (5), Viciano Sario, Faulenbach (2), Matzken (3), L. Schneider, M. Michel (3), Péchy (1), L. Michel, J. Schneider (3), Bornemann (8), Rüdiger, Koloper, Weber, Rink (2)

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (1), Huesmann (4), Brosch (1), Fuchs, Spiekermann (1), Rubnio Fernández, Schwabe, Südmeier (2), Krause, Pretzewofsky, Orlowski (4), Franke, von Boenigk (6)

Schiedsrichter: Linker und Schmidt

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Auswärts und doch zuhause

Den zweiten Teil der englischen Woche bestreitet der ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend beim TuS Ferndorf. Während es für die Westfalen nur darum geht, an die starke Leistung von Samstag beim 33:23 gegen den ThSV Eisenach möglichst nahtlos anzuknüpfen, steht die Partie für die Gastgeber unter besonderen Vorzeichen.

Denn der TuS ist gerade erst aus seiner zweiten Quarantäne zurück, das letzte Pflichtspiel fand am 31. Oktober statt. Aktuell hinkt Ferndorf drei Partien hinter dem Spielplan hinterher, erst dreimal konnte die Mannschaft von Trainer Robert Andersson antreten, dies immerhin zweimal siegreich in Großwallstadt und gegen Fürstenfeldbruck. „Ob wir wettbewerbsfähig sein werden oder nicht, vermag ich gar nich zusagen“, äußerte sich Mirza Sijaric, Sportlicher Leiter des TuS, vor dem Duell mit dem ASV. Fakt ist, dass der TuS in den zurückliegenden vier Wochen nur einige Male als Mannschaft trainieren konnte, und hinter der Leistungsfähigkeit des Gegner ein großes Fragezeichen steht.

Aber die Westfalen tun gut daran, Überlegungen dieser Art von vorneherein auszublenden und sich voll auf sich selbst zu konzentrieren. Dies lehrte nicht zuletzt die vermeidbare Heimniederlage gegen den dezimierten Dessauer Kader, die ASV-Coach Michael Lerscht allerdings auch nicht zu hoch bewerten wollte: „Da sind wir nicht an unser Maximum gekommen.“ Wichtig sei nur, dass man einen Lernprozess habe, so Lerscht weiter. „Mehr als ein mahnendes Beispiel ist es nicht.“ Und die Mahnung scheint jedenfalls gut angekommen zu sein, wie der ASV mit der beeindruckenden Leistung gegen Eisenach am Samstag zeigte.

Zumindest für einen ASV-Akteur ist die Partie am Mittwoch auf jeden Fall mehr als ein Pflichtspiel der 2. Handball-Bundesliga: Trainer Lerscht kehrt an alte Wirkungsstätte zurück, wo er 16 Jahre als Spieler udn Tranier aktiv war. „Klar ist das für mich besonders, das muss ich nicht wegdiskutieren. Aber hier geht es nicht um mich, sondern um die Mannschaft.“ Und die hat sich ein klares Ziel gesetzt: den zweiten Sieg in dieser englischen Woche zu feiern, bevor es dann am Samstag in der heimischen WESTPRESS arena (19.15 Uhr) gegen den HC Elbflorenz Dresden geht – wie bei allen Partien der 2. Handball-Bundesliga im November erneut ohne Zuschauer.

Wer die Partie in Ferndorf (Anwurf 19.30 Uhr) live verfolgen will, kann dies wie gewohnt über SportDeutschland.TV oder über Radio Lippe Welle Hamm.