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ASV-Hamm Westfalen

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ASV wird Favoritenrolle gerecht

Zum Ende einer kräftezehrenden Woche mit drei Partien ist der ASV Hamm-Westfalen beim Schlusslicht TuS Ferndorf mit 24:28 (13:14) in der Sporthalle Stählerwiese in Kreuztal seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Die gesamte Partie gaben die Gäste den Ton an, verpassten es allerdings, gegen die erwartet kampfstarken Gastgeber frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. So blieb es bis zu den Schlussminuten spannend, erst dann erhöhte der ASV den Vorsprung auf sechs Tore, der in der letzten Minute in Unterzahl wieder auf vier Treffer schmolz.

Da Spitzenreiter VfL Gummersbach zeitgleich zuhause gegen Essen gewann, ist das nächste Spiel des ASV nun ein Spitzenspiel. Am Freitag, 12. November, empfangen die Westfalen (Anwurf 19:15 Uhr) den Tabellenersten als Dritter der Liga in der WESTPRESS arena – bei allerdings einem weniger absolvierten Spiel als die noch besser platzierten Essener. Doch mit dieser Folge des sechsten Spiels ohne Niederlage beschäftigte sich Trainer Michael Lerscht direkt nach der Partie noch nicht: „In der Historie war das immer schwierig, hier beim TuS etwas mitzunehmen. Wir freuen uns und sind sehr glücklich, dass das heute geklappt hat.“

Von Beginn an waren die Westfalen, die eine starke Mannschaftsleistung zeigten, hellwach. Schon nach gut fünf Minuten sorgte Gerrit Genz mit seinem Treffer für eine 1:4-Führung. Aber bis zur elften Minuten traf nur der TuS, der auf 4:4 ausglich. Ähnlich lief es nach dem 10:13 in der 23. Minute. Statt bis zur Pause ein dickeres Polster zu erspielen, ließen die Gäste, bei denen wie gegen Dresden am Mittwoch nur Matej Mikita wegen Sprunggelenksproblemen fehlte, den Tabellenletzten wieder ins Spiel kommen. Lukas Siegler glich in der 28. Minute erneut aus. Den letzten Treffer der Halbzeit erzielte Jan Pretzewofsky zum 13:14.

In der zweiten Halbzeit sollte es der insgesamt sehr abgeklärt wirkende ASV besser machen: Wieder gelang schnell eine Drei-Tore-Führung, Dani Baijens traf zum 14:17 in der 35. Minute. Danach gelang es zwar auch nicht, den Vorsprung weiter zu vergrößern – der ASV hielt den Gastgeber aber zumindest bis zu den Schlussminuten auf Abstand. Ab der 56. Minute sorgten die Westfalen dann doch für klare Verhältnisse: Genz, Marian Orlowski und Jan Brosch erhöhten auf 22:28. Somit feierte der ASV am Ende einen verdienten Favoritensieg.

Robert Andersson: „Unsere erste Halbzeit war vor allem in der Abwehr das Beste, was wir bisher gespielt haben. Klar machen wir sechs, sieben technische Fehler im Angriff. Das ist zu viel gegen so eine Mannschaft. Aber wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir sind da, wir werden immer besser.“

TuS Ferndorf – ASV Hamm-Westfalen 24:28 (13:14)

TuS: Hottgenroth, Rottschäfer – Strakeljahn (1), L. Schneider, Persson (1), Michel, Voss-Fels, Siegler (3), J. Schneider (4), Bornemann (3), Rüdiger (4), Koloper, ten Velde (5/4), Diebel (1), Duvancic (2)

ASV: Bozic, Storbeck – Genz (6), Huesmann (3/1), Brosch (2), Fuchs, Reimann, Engelhardt, Südmeier (2), Pretzewofsky (3), Orlowski (6/3), Baijens (4), von Boenigk (2), Wieling

Schiedsrichter: Paulo Ribeiro, Pawel Fratczak

Zuschauer: 817

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Reifeprüfung in Ferndorf

Nachdem der ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga zuletzt reihenweise gegen die Topteams der Liga angetreten ist, ist die Rolle für die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht am Samstagabend (Anwurf 19 Uhr) nun eine ganz andere. Denn gegen Tabellenschlusslicht TuS Ferndorf ist der Tabellenfünfte diesmal der Favorit. Nach zuletzt 7:1 Punkten gegen Nordhorn-Lingen, Bietigheim, Coburg und Dresden wollen die Westfalen die gute Serie auch in Ferndorf fortsetzen.

Aber Trainer Lerscht warnte vor dem Abschlusstraining am Freitag noch einmal vor der anstehenden Aufgabe, die für die Westfalen einer Reifeprüfung gleicht: „Gegen Ferndorf ist es immer schwer zu spielen, denn das Team gibt nie auf und kann an guten Tagen jeden schlagen.“ Für die Favoritenrolle gebe es ohnehin keine Punkte, wie zig überraschende Ergebnisse an den ersten acht Spieltagen der Saison deutlich zeigten, so Lerscht weiter. Somit wird es für den ASV gegen den Ex-Klub des Trainers am Samstag wichtig sein, von Anfang an auf der Höhe zu sein – anders als gegen Dresden, als man nach nach Anfangsschwierigkeiten mit 5:10 zurücklag. „Egal wie, egal wo – du musst an dein Maximum kommen, um zu gewinnen – in allen Bereichen: mental, physisch, technisch, taktisch. Ferndorfs Stärke war und ist die Kampfkraft. Und die aktuelle Platzierung wird den Fähigkeiten des TuS in meinen Augen nicht gerecht“, so Lerscht.

Dessen Nachfolger beim TuS, Robert Andersson, hält eine Überraschung entsprechend auch für möglich. „Wir müssen im Angriff variabel sein, einen schnellen Ball spielen und immer wieder auf die Schnittstellen der ASV-Abwehr gehen, so kommen wir auch zu Chancen – und diese wollen wir nutzen. Wenn uns das gelingt und wir unsere Fehler minimieren, können wir den ASV eventuell lange ärgern und vielleicht schaffen wir dann auch eine Überraschung“, wird Andersson im Vorbericht des TuS zitiert. „Das haben wir in Essen teilweise schon gut gemacht, aber das müssen wir am Samstag über 60 Minuten schaffen.“

Das ASV-Personal wird gegen den TuS voraussichtlich komplett zur Verfügung stehen, ein Fragezeichen steht lediglich noch hinter Matej Mikita. Der slowakische Neuzugang hatte am Mittwoch gegen Dresden wegen Sprunggelenksproblemen das Heimspiel gegen den HC nur von der Tribüne aus verfolgen können.

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32:30-Arbeitssieg gegen Ferndorf

Über zwei hart erkämpfte Punkte freuten sich die Handballer des ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend. Mit 32:30 (15:13) rangen sie den TuS Ferndorf knapp aber verdient nieder – für die Gäste war es die erste Partie nach sechswöchiger Corona-Zwangspause.

Aber auch der ASV war personell angeschlagen, in den zwei Tagen vor dem Spiel des 27. Spieltags verletzten sich Kreisläufer Jan Brosch und Rückraum Marian Orlowski im Training jeweils schwer am Finger – beiden droht ein Ausfall von mehreren Spielen. Eine genauere Diagnostik war aufgrund von Schwellungen noch nicht möglich, diese wird zu Wochenbeginn vorgenommen, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. Sören Südmeier wird ohnehin voraussichtlich bis zum Saisonende fehlen.

„Das war natürlich schon etwas, das wir erst einmal verdauen mussten“, erklärte ASV-Trainer Michael Lerscht – wohlwissend, dass die Situation bei seinem ehemaligen Verein TuS Ferndorf für Trainer-Nachfolger Robert Andersson aufgrund der sieben vermeldeten Corona-Fälle in der Mannschaft ebenfalls äußerst schwierig war. Man habe nicht gewusst, in welcher Formation der Gast auflaufen würde. „Wir haben aber gewusst, dass wir auf einen äußerst motivierten und kampfstarken Gegner treffen werden, der einen sehr guten Handball spielt“, betonte Lerscht.

Und mit dieser Einschätzung sollte der ASV-Coach völlig richtig liegen. Denn auch ohne einige etatmäßige Kräfte erwiesen sich die Ferndorfer, die bis dahin acht Spiele weniger absolviert hatten als Eisenach und Hüttenberg, als unbequemer Gegner. Bis zum 4:3 verlief das Spiel völlig ausgeglichen, eher mit Vorteilen für die Westfalen. Durch zwei Treffer von Lucas Schneider und einen von Christopher Klasmann legte der TuS aber bis zur elften Minute auf 4:6 vor. Spätestens jetzt war klar: Auch in dezimierter Besetzung wird die Partie kein Selbstläufer für den ASV.

Der ASV glich in den Folgeminuten aus, danach blieb es bis zum 9:8 in der 18. Minute ausgeglichen. Als dann der insgesamt treffsichere Jan Pretzewofsky in der 23. Minute zum 12:9 erhöhte und damit erstmalig eine Drei-Tore-Führung herstellte, schien es, als könnten die Gastgeber die Partie dominieren. Aber die Gäste, bei denen nun Rückraum Juan Antonio Viciano Sario aufdrehte, ließen sich nicht abschütteln, zur Pause waren sie beim 15:13 noch auf Schlagdistanz. Insbesondere in der Abwehr offenbarten die Hausherren immer wieder Schwächen, durch die Mitte kam Ferndorf immer wieder zu leichten Toren. „Das war etwas, worauf wir vorbereitet waren – aber wir haben die Vorgaben nicht umgesetzt und keinen Zugriff bekommen“, bemängelte Co-Trainer Christof Reichenberger.

Dies sollte im zweiten Abschnitt besser werden. Innerhalb von weniger als vier Minuten schraubte der ASV die Führung auf komfortable vier Treffer – Jo Gerrit Genz markierte mit dem sechsten seiner insgesamt acht Tore das 19:15. Dies Führung verwalteten die Westfalen dann bis zum Ende, näher als auf zwei Treffer kam Ferndorf nicht mehr heran.

Trotz der Niederlage zeigte sich TuS-Trainer Robert Andersson nach dem Spiel nicht unzufrieden: „Ich bin stolz auf meine Jungs und auf die Leistung nach sechs Wochen ohne Wettkampfspiel. Sie haben gekämpft und alles versucht. Mit ein bisschen Glück hätten wir sogar die Möglichkeit gehabt, einen Punkt zu holen.“

Michael Lerscht bedankte sich für die Glückwünsche, sah aber vor allem wegen der Leistung in der ersten Halbzeit Anlass zur Kritik: „Es war für uns eine Woche zum Vergessen. Die Ausfälle von Marian und Jan waren schon Knüppel zwischen die Beine. Aber es war klar, dass Ferndorf einen guten und schnellen Ball spielt. In der ersten Viertelstunde bekommen wir zu viel von dem, was wir besprochen haben. In der zweiten Halbzeit läuft das dann besser. Insgesamt war das heute natürlich viel Last auf wenigen Schultern, Merten Krings spielt durch, die Linkshänder auch. Jetzt heißt es für uns, schnell zu regenerieren und nach vorne zu schauen.“

Bereits am Mittwoch müssen die Westfalen wieder in der WESTPRESS arena antreten, dann steht bereits um 17 Uhr das Nachholspiel gegen die HSG Konstanz an, erneut ohne Zuschauer, aber live übertragen über SportDeutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm.

ASV Hamm-Westfalen – TuS Ferndorf 32:30 (15:13)
ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (8), Huesmann (7/4), Fuchs (2), Spiekermann, Fernandez, Schwabe (2), Krause, Krings (7), Pretzewofsky (5), Schöße, Franke, von Boenigk
TuS: Hottgenroth, Broszinski – Eres (4/1), Viciano Sario (6), Matzken (7/2), Sorg (1), L. Schneider (5), Klasmann (1), Péchy, J. Schneider, Rink (4), Diebel (2).
Schiedsrichter: Pawel Fratczak, Paulo Ribeiro
Zeitstrafen: ASV 10 min , TuS 8 min

Jo Gerrit Genz war mit acht Treffern erfolgreichster Torschütze gegen den TuS. - Foto: Wegener

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Freitagabend gegen Ferndorf

In der 2. Handball-Bundesliga gibt es aktuell nur eine Mannschaft, die noch weniger Spiele im Vergleich zur Konkurrenz absolviert hat, als der ASV. Und genau diesen Gegner empfangen die Westfalen am Freitagabend um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena.

Während sich bei den Gastgebern bis zum Anschlusstraining am Freitag noch keine personellen Änderungen ergeben haben, wird der TuS zumindest teilweise aus der Reserve auffüllen müssen. „Handbremse los – Gas geben – überraschen“, so lautet das von TuS-Coach Robert Andersson ausgegebene Motto für das Gastspiel in Hamm. Michael Lerscht will personelle Spekulationen rund um den Gegner gar nicht erst aufkommen lassen: „Das beeinflusst unsere Vorbereitungen nicht. Wir konzentrieren uns auf uns selbst und auf unsere Leistung“, so der 36-jährige, der im Sommer vom TuS zum ASV auf die Trainerbank gewechselt war. Schon das Hinspiel dürfte den Westfalen dabei Warnung genug sein, auch damals kam der TuS frisch aus einer Quarantäne-Pause und kämpfte den favorisierten ASV mit 27:21 (11:11) nieder.

Erst 17 Mal konnte der TuS Ferndorf in dieser Spielzeit antreten. Gleich drei Mal wurden die Ferndorfer von Corona ausgebremst – zweimal ohne Folgen nur aufgrund von Verdachtsfällen, beim dritten Mal erwischte es die Mannschaft von Trainer Robert Andersson aber erheblich. Anfang März gab es im Rahmen der regelmäßigen Tests zwei positive Corona-Fälle, es folgte fünf weitere. Erst jetzt – nach sechs Wochen Quarantäne – kehrt der TuS wieder zum Spielbetrieb zurück, möglicherweise noch ohne einige betroffene Akteure, die aus medizinischer Sicht grünes Licht erhalten müssen. Der ASV spielte mittlerweile fünf Spiele mehr, Eisenach und Hüttenberg sind sogar schon acht Partien weiter in der Saison.

So dürfte den Gästen aktuell weniger die kurzfristige Aufgabe beim ASV als vielmehr die Tatsache Sorgenfalten verursachen, wie man die Vielzahl der Spiele bis zum Saisonende im Juni ohne Überbelastungen und daraus resultierende Verletzungen überstehen kann. „Das Wichtigste ist die Gesundheit der Spieler“, betonte Andersson entsprechend. So wird der TuS – wie im Übrigen der ASV in Person von Melf Krause und Florian Schöße ja auch – möglicherweise am Freitag mit Leon und Michel Sorg aus der Reserve auffüllen.

Anwurf in der WESTPRESS arena ist um 19:15 Uhr, die Liveübertragung über SportDeutschland.TV beginnt um 19 Uhr. Um 18:15 Uhr zeigt der ASV zudem live über Facebook die TV-Heimspielanalyse „Anschwitzen“ mit Simon Kottmann und dem Handball-Experten Jens Gawer.

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Schwache Halbzeit kostet Punkte

Zu keiner Phase des Spiels ist es dem ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend gelungen, beim TuS Ferndorf an die hervorragende Leistung wenige Tage zuvor gegen Eisenach anzuknüpfen. So unterlag der ASV in einer sehr kämpferisch geführten und spielerisch wenig glanzvollen Partie am Ende mit 27:21 (11:11).

Zur Pause war der Spielstand in der Sporthalle Stählerwiese, in der eine Handvoll Trommler sehr lautstark für Heimatmosphäre sorgten, noch ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich im Verlauf der ersten halben Stunde einen Vorteil erspielen. Allerdings war schon zu erkennen, dass die Offensivtrümpfe des ASV diesmal nicht stachen. So gelang kein gefährliches Anspiel an den Kreis, auch aus dem Rückraum waren die Westfalen wenig torgefährlich, die Abwehr fand selten Zugriff und Torhüter blieben blass. Trainer Michael Lerscht versuchte es diesmal früh mit Personalwechseln, aber auch die Bank brachte anders als gegen Eisenach nicht den erhofften Schwung ins Spiel.

Auch in Halbzeit zwei blieb es zunächst bis zum 14:14 ein Kampf auf Augenhöhe. Dann schien es sogar, als könnten die Gäste trotz des schwierigen Starts die Kontrolle über die Partie übernehmen. Zunächst brachte Marian Orlowski nach einer Zeitstrafe gegen die Gastgeber den ASV mit einem Rückraumkracher in Führung, wenig später erhöhte Marten Frank auf 14:16. Jede Abwehr- und Angrifssaktion wurde von Bank frenetisch bejubelt. Beim Stand von 15:17 nahm TuS-Trainer Robert Andersson in der 41. Minute eine Auszeit – und fand offenbar die goldrichtigen Worte. Denn in der Folge drehten die Gastgeber, innerhalb von zehn Minuten das Spiel und gingen vorentscheidend mit 23:18 in Führung.

Bei den Westfalen gelang nun immer weniger, auch das Spiel mit zwei Kreisläufern brachte offensiv keine Wende. Zudem haderten die Gäste immer mehr mit dem Schiedsrichtergespann, was auch nicht hilfreich war. Einzig Linksaußen Fabian Huesmann sorgte mit seinen Toren noch für einen Hoffnungsschimmer, der aber auch nicht mehr ausreichte, um die Westfalen in der Schlussphase noch einmal in Reichweite eines Punktgewinns zu bringen. So blieb dem ASV-Tross am nur, den erwartet kampfstarken Ferndorfern zum verdienten Heimsieg zu gratulieren.

ASV-Trainer Michael Lerscht: „Mir war bewusst, dass wir auf eine Mannschaft treffen, der man die Quarantänezeit nicht unbedingt merkt und die unglaublich brennen wird. Wir haben so bis zur 35. Minute ganz ordentlich gespielt, aber auch schon in der ersten Halbzeit zu eng gespielt. Aber jetzt müssen wir schnell nach vorne schauen, gucken was mit Sören Südmeier und Fabian Huesmann ist, die hier Blessuren davongetragen haben.“

Robert Andersson: „Wir werden den Trainingsrückstand vielleicht etwas später merken. Wir haben heute genau das bekommen, was für einen Tag brauchen, um so einen Gegner zu schlagen. Wir wussten, dass der ASV gefährlich aus dem Rückraum und vom Kreis ist. Und das haben wir ganz gut verteidigt. Dann waren die Paraden unserer Torhüter der Knackpunkt. Vorne haben wir heute mit Geduld gespielt und sehr clever. Das haben wir so nicht immer gemacht, ich weiß nicht, woran es liegt, aber wir haben es gut gemacht.“

Für den ASV gibt es bereits am Samstag die Gelegenheit, es im Heimspiel gegen den HC Elbflorenz Dresden besser zu machen. Anwurf ist um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena.

TuS Ferndorf – ASV Hamm-Westfalen 27:21 (11:11)

TuS: Durica, Hottgenroth – Eres (5), Viciano Sario, Faulenbach (2), Matzken (3), L. Schneider, M. Michel (3), Péchy (1), L. Michel, J. Schneider (3), Bornemann (8), Rüdiger, Koloper, Weber, Rink (2)

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (1), Huesmann (4), Brosch (1), Fuchs, Spiekermann (1), Rubnio Fernández, Schwabe, Südmeier (2), Krause, Pretzewofsky, Orlowski (4), Franke, von Boenigk (6)

Schiedsrichter: Linker und Schmidt

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Auswärts und doch zuhause

Den zweiten Teil der englischen Woche bestreitet der ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend beim TuS Ferndorf. Während es für die Westfalen nur darum geht, an die starke Leistung von Samstag beim 33:23 gegen den ThSV Eisenach möglichst nahtlos anzuknüpfen, steht die Partie für die Gastgeber unter besonderen Vorzeichen.

Denn der TuS ist gerade erst aus seiner zweiten Quarantäne zurück, das letzte Pflichtspiel fand am 31. Oktober statt. Aktuell hinkt Ferndorf drei Partien hinter dem Spielplan hinterher, erst dreimal konnte die Mannschaft von Trainer Robert Andersson antreten, dies immerhin zweimal siegreich in Großwallstadt und gegen Fürstenfeldbruck. „Ob wir wettbewerbsfähig sein werden oder nicht, vermag ich gar nich zusagen“, äußerte sich Mirza Sijaric, Sportlicher Leiter des TuS, vor dem Duell mit dem ASV. Fakt ist, dass der TuS in den zurückliegenden vier Wochen nur einige Male als Mannschaft trainieren konnte, und hinter der Leistungsfähigkeit des Gegner ein großes Fragezeichen steht.

Aber die Westfalen tun gut daran, Überlegungen dieser Art von vorneherein auszublenden und sich voll auf sich selbst zu konzentrieren. Dies lehrte nicht zuletzt die vermeidbare Heimniederlage gegen den dezimierten Dessauer Kader, die ASV-Coach Michael Lerscht allerdings auch nicht zu hoch bewerten wollte: „Da sind wir nicht an unser Maximum gekommen.“ Wichtig sei nur, dass man einen Lernprozess habe, so Lerscht weiter. „Mehr als ein mahnendes Beispiel ist es nicht.“ Und die Mahnung scheint jedenfalls gut angekommen zu sein, wie der ASV mit der beeindruckenden Leistung gegen Eisenach am Samstag zeigte.

Zumindest für einen ASV-Akteur ist die Partie am Mittwoch auf jeden Fall mehr als ein Pflichtspiel der 2. Handball-Bundesliga: Trainer Lerscht kehrt an alte Wirkungsstätte zurück, wo er 16 Jahre als Spieler udn Tranier aktiv war. „Klar ist das für mich besonders, das muss ich nicht wegdiskutieren. Aber hier geht es nicht um mich, sondern um die Mannschaft.“ Und die hat sich ein klares Ziel gesetzt: den zweiten Sieg in dieser englischen Woche zu feiern, bevor es dann am Samstag in der heimischen WESTPRESS arena (19.15 Uhr) gegen den HC Elbflorenz Dresden geht – wie bei allen Partien der 2. Handball-Bundesliga im November erneut ohne Zuschauer.

Wer die Partie in Ferndorf (Anwurf 19.30 Uhr) live verfolgen will, kann dies wie gewohnt über SportDeutschland.TV oder über Radio Lippe Welle Hamm.

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Am Ende fehlt die Kraft

Im zweiten Testspiel innerhalb von 24 Stunden unterlag der ASV Hamm-Westfalen beim Ligakonkurrenten TuS Ferndorf mit 30:23 (13:14). Mit zunehmender Spieldauer fehlten den Gästen, die erwartet ohne den an der Schulter lädierten Sören Südmeier anreisten und auch auf Fabian Huesmann und Alex Rubio verzichten mussten, in der Kreuztaler Zweifachsporthalle die Reserven, um erfolgreich dagegenhalten zu können.

Zwar begannen die Westfalen wie am Abend zuvor gegen den Bergischen HC gut und lagen lange Zeit in Führung, aber schon in der Schlussphase des ersten Abschnitts zeichnete sich eine Wende ab. So gab der ASV, bei dem diesmal Jan Wesemann im Gehäuse anfing, eine 10:14-Führung in der Schlussphase der ersten Halbzeit fast komplett ab. Schon jetzt waren die Belastungen bei den Gästen, die am Samstagmorgen auch noch eine Trainingseinheit eingelegt hatten, zu spüren.

Zu Beginn der zweiten halben Stunde glich der TuS, der sich in der Folge vor allem in der Abwehr deutlich steigerte, auf 15:15 aus. Bis zum 18:18 blieb es ausgeglichen. Danach nutzten die Gastgeber einige Überzahlsituationen durch mehrere Zeitstrafen gegen den ASV, um sich ein erstes Polster zu erspielen. Die erste Vier-Tore-Führung in der 46. Minute (22:18) sollte dann auch Bestand haben, das zwischenzeitliche 27:23 bauten die Hausherren dann zum Ende sogar noch auf ein etwas schmeichelhaftes 30:23 aus.

„Die Belastung hat man der Mannschaft natürlich angemerkt, der schmale Kader hat am Ende den Ausschlag gegeben. Aber uns hilft jeder Test weiter – auch heute hat man gesehen, dass wir offensiv noch einiges vor uns haben“, so Michael Lerscht nach der Partie an alter Wirkungsstätte, die wie beim ASV am Vorabend ohne Zuschauer ausgetragen wurde. Sehr zufrieden zeigte sich erwartungsgemäß Robert Andersson, der im Sommer Lerscht als Trainer beim TuS beerbte, nach dem fünften Testspiel seiner Mannschaft in der Vorbereitung: „Es waren auch in der ersten Halbzeit nur Kleinigkeiten in der Abwehr, die noch nicht passte. Die haben wir dann abgestellt, dann war das Zusammenspiel und die Absprachen sehr gut. Das war heute ein deutlich höheres Tempo als in den anderen Tests gegen einen guten Gegner. Das hat die Mannschaft sehr gut gemacht.“

Für den ASV steht nun eine normale Trainingswoche an. Am Freitag empfangen die Westfalen dann um 19:30 Uhr Eintracht Hildesheim zum Testspiel vor leeren Tribünen in der Westpress-Arena. Samstag geht es dann zum neuen Erstligisten TuSEM Essen.

TuS Ferndorf – ASV Hamm-Westfalen 30:23 (13:14)

TuS: Durica (1. – 30.) Puhl (31. – 60.), Sario (3), Faulenbach (6), L. Schneider (2), M. Michel (3), Pechy (1), L. Michel, J. Schneider (2), Bornemann (2), Rüdiger (2), Koloper, Eres (8), Rink (1)
ASV: Wesemann (1. – 30.), Storbeck (31. ) – Genz (1), Orlowski, Brosch (2), von Boenigk (2), Schwabe, Franke (4), Pretzewofsky (2), Krings (8), Spiekermann (1), Fuchs (3)
Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah und Suresh Thiyagarajah (Gummersbach)
Zeitstrafen: Tus 0 min, ASV 8 min (2 x Fuchs, 2 x Orlowski)
Spielfilm: 3:7, 7:9, 7:11, 10:15, 14:15 (Halbzeit), 18:18, 22:18, 24:19, 25:22, 27:23, 30:23 (Endstand).

Alex Rubio (stehend) und Fabian Huesmann (Mitte) mussten in Ferndorf zuschauen. Hier sind sie vor dem Spiel im Gespräch mit Trainer Michael Lerscht (r.) und Physiotherapeut Dennis Schäffer zu sehen. - Foto: Kottmann

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ASV reist zum TuS Ferndorf

Der 12. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga beschert dem ASV Hamm-Westfalen eine Reise ins beschauliche Ferndorf. Das 4000-Seelen-Örtchen ist die Heimat des ortsansässigen TuS Ferndorf, der in der Halle „Stählerwiese“ am Freitag (ab 19.30 Uhr) auf den ASV wartet. Dort dürfte ein heißer Tanz auf die Truppe von Hamm-Trainer Kay Rothenpieler warten, den aktuell liegt Ferndorf mit acht Zählern auf Rang 16 und somit nur hauchdünn vor der Gefahrenzone.

Zuletzt musste der TuS eine knappe 18:19-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen gegen den VfL Gummersbach hinnehmen und wartet jetzt vier Partien auf einen Punktgewinn. Dennoch war Ferndorf-Trainer Michael Lerscht zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft: „Man hat den Jungs in Gummersbach Feuer und Leidenschaft angemerkt. Wir wollen keine Floskeln raushauen, werden aber von Woche zu Woche weiter Gas geben. Wir wollen locker bleiben, unsere Arbeit machen und darauf hoffen, einen guten Tag zu treffen“, meint Lerscht auf der Vereinshomepage.

Den ASV lobt er in den Himmel: „Hamm – der nächste Aufstiegsaspirant, die nächste Spitzenmannschaft, der nächste schwere Brocken innerhalb kürzester Zeit.“

Soll der Negativlauf der Hammer mit zuletzt drei Niederlagen in Folge auf fremden Platten durchbrochen werden, sollte besonderes Augenmerk auf Julius Lindskog Andersson gelegt werden. Der Schwede liegt mit 48 Toren (davon 29 per Siebenmeter) auf Platz 16 in der Rangliste aller Zweitligaspieler. Dann sollte die Reise nach Ferndorf nicht zu einem Höllentrip werden. (mby)

Marten Franke und der ASV müssen beim TuS Ferndorf antreten. – Foto: Henning Wegener

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Unentschieden gegen Ferndorf

Einen munteren Test erlebten die rund 250 Zuschauer am Freitagabend in der WESTPRESS arena zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem TuS Ferndorf, der mit 28:28 endete und beide Trainer zufriedenstellte. „Das Ergebnis ist ja gar nicht so entscheidend in dieser Phase der Vorbereitung“, erklärte ASV-Coach Kay Rothenpieler. Das sah auch sein Trainerkollege Michael Lerscht nicht anders: „Wir haben ja gerade erst mit den Abstimmungen begonnen, arbeiten noch viel im athletischen Bereich. Insofern war das ein guter Test heute.“

Nach einer Halbzeit mit wechselnden Führungen stand es zur Pause 14:14. Der ASV hatte gut in die Partie gefunden – der Start dürfte nach dem Geschmack von ASV-Trainer Kay Rothenpieler gewesen sein. Eine starke Abwehrleistung ermöglichte einige Ballgewinne. So wie beim 1:0 durch Stefan Lex der durch Markus Fuchs bedient wurde, nachdem der Abwehrchef einen Ball abfing. Immer wieder zwangen die Gastgeber die Gäste in deren Offensive in Querbewegungen – so wurden die Gäste zu schwierigen Würfen gezwungen. Lohn war eine 6:2-Führung, die Neuzugang Merten Krings in der achten Minute herstellte. Auch die Neuzugänge Marten Franke und Ivar Stavast waren für dem ASV von Beginn an im Einsatz – Stavast nur in der Offensive für Abwehrchef Markus Fuchs. „Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden. Nur haben wir uns dann auch wieder leichte Fehler geleistet, so ist das Spiel auch offen geblieben, als wir es eigentlich unter Kontrolle hatten“, so Rothenpieler.

Die Gäste um Trainer Michael Lerscht fanden in der Folge besser ins Spiel und kämpften sich von 7:4 bis zur 15: Minute auf 7:7 heran. Immerhin verhinderte Vyron Papadpoulos mit seinem Heber zum 8:7 die Gästeführung. Franke erhöhte kurz darauf auf 9:7, bis wenige Minuten vor der Pause blieb die Zwei-Tore-Führung bestehen. Doch statt diese in die Kabine mitzunehmen, kassierte der ASV in der Schlussphase der Halbzeit drei Treffer in Serie zum 13:14, Stavast glich 17 Sekunden vor der Pause auf 14:14 aus.

In die zweite Halbzeit startete der ASV dann mit neuem Schwung. Oliver Krechel ersetzte nun Felix Storbeck im Tor und bildete von der ersten Sekunde an einen starken Rückhalt. So und dank eines konsequenteren Offensivspiels zog der ASV auf 19:14 davon. Franke hätte sogar noch auf 20:14 erhöhen können, scheiterte aber am TuS-Torwartneuzugang Marjan Durica. Im direkten Gegenzug gelang dem TuS der erste Treffer, aber die Gastgeber bestimmten nun das Spiel. Beim Stand von 22:17 in der 43. Spielminute bekamen die Zuschauer erstmalig auch den vierten Neuzugang, Youngster Alex Rubino Fernandez zu sehen. Kay Rothenpieler wechselte in der Schlussviertelstunde auch Jan Pretzewofsky auf Rechtsaußen ein und gab dem bis dahin stärksten Neuen im Team, Marten Franke, seine wohlverdiente Pause.

Wie im ersten Abschnitt ließ sich Ferndorf auch diesmal nicht abschütteln. Dank einiger guter Aktionen kämpfte sich der TuS wieder heran, Magnus Neitsch markierte per Heber in der 53. Minute das 24:23 und wenig später per Tempogegenstoß den Ausgleich. Auf einmal war die Partie wieder völlig offen.

In der 55. Minute war Stavast nur per Foul zu stoppen – sein Anspiel fand aber noch den Weg zu Sören Südmeier, der die Hausherren wieder in Führung warf. In Überzahl und beim Stand von 25:24 hatte der ASV gut fünf Minuten vor dem Ende nun die besseren Karten. Entsprechend zögerte Michael Lerscht nicht, stimmte sein Team in einer Auszeit auf die besondere Situation ein. Aber der ASV überstand den Angriff und erneut fasste sich Stavast ein Herz und verwandelte aus dem Rückraum in Überzahl zum 26:24. Nach dem 26:25 scheiterte Jakob Schabe nur knapp an der Latte, Ferndorf glich im Gegenzug wieder aus. In den verbleibenden zwei Minuten trafen beide Teams – Ivar Stavast Sekunden vor dem Abpfiff, so endete auch die zweite Halbzeit mit einem 14:14-Unentschieden.

ASV Hamm-Westfalen – TuS Ferndorf 28:28 (14:14)

ASV: Storbeck, Krechel, Wesemann (n. e.) – Lex (5), Stavast (3), Krings (3), Schwabe (5), Fuchs, Franke (4), Papadopoulos (3), Südmeier (1), Pretzewofsky, Fernandez, von Boenigk (4)

TuS: Durica, Hottengenroth – Faulenbach (4), Basic, Schneider (3), Neitsch (7), Wicklein (3), Michel, Schneider, Bornemann (2), Rüdiger, Lindskog Andersson (4), Koloper (3), Müller (1), Weber (1)

Zuschauer: 250

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32:22-Sieg im Topspiel

Ein Superlativ wollte sich Trainer Kay Rothenpieler in der Pressekonferenz nach dem 23. Spieltag nicht so recht entlocken lassen. Die Leistung seines ASV Hamm-Westfalen im Topspiel des Spieltags gegen den TuS Ferndorf war aber das Beste, was die Mannschaft in dieser Saison abgeliefert hat. Und der TuS wiederum konnte nicht an die beiden Auftaktsiege des neuen Jahres anknüpfen.

Und so erklärte sich für beide Trainer recht schnell, wie es am Ende zum 32:22-Kantersieg der Gastgeber vor 2.055 Zuschauern kam. Denn während der ASV eine starke Abwehr stellte und so immer wieder zu Tempogegenstößen kam, funktionierte beim TuS „in Summe das Kollektiv heute nicht wie gewohnt und das hat sich speziell in zu vielen Gegenstoßtoren für Hamm niedergeschlagen“, meinte TuS-Coach Michael Lerscht.

Zweimal bot sich im gesamten Spielverlauf die Chance für die Gäste, in das Spiel zu finden. Doch weder die Gelegenheit bei 7:8-Führung und Ballbesitz noch in der zweiten Halbzeit bei 21:18 für den ASV nutzte Ferndorf. Die Hausherren blieben unbeeindruckt, vor allem die rechte Angriffsseite zeigte eine überragende Leistung. So brachten es Rechtsaußen Lukas Blohme und Rückraum Jan von Boenigk auf 19 Treffer. „Die beiden haben in einer insgesamt starken Mannschaft herausgeragt“, befand auch Kay Rothenpieler. Blohme blieb bei seinen Versuchen ohne Fehlwurf. Das Duo war es auch, dass nach dem 21:18 durch Marjian Basic in der 40. Minute per Doppelschlag zum 23:18 wieder für einen beruhigenden Vorsprung sorgte und damit die Weichen für den Sieg stellten. In der Schlussviertelstunde bot sich dem ASV sogar mehrfach die Gelegenheit, etwas zu zaubern, was beispielsweise Blohme per Kempator nach Zuspiel von Vyron Papadoulos gelang. „So ist das an solchen Abenden, am Ende funktioniert dann alles“, so Rothenpieler.

„Wir hatten uns nach der Niederlage in Balingen viel vorgenommen, wollten von der ersten Sekunde an voll da sein. Die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt, auch nach der etwas unruhigen Woche“, führte Rothenpieler fort, der damit auf den einzigen fehlenden Akteur an diesem Abend anspielte. Mex Raguse war für die Partie gegen Ferndorf von der Vereinsführung auf die Tribüne verbannt worden, alle anderen Akteure standen im Aufgebot.

Auch das Aus von Kreisläufer Jan Brosch in der ersten Halbzeit, der nach einem Foul an Lukas Zerbe die Rote Karte sah, kompensierten die Westfalen in der Folge. „Ich bin sehr zufrieden. Betrachtet man diese drei Spiele, war das ein guter Jahresauftakt. In Balingen kann man selbstverständlich verlieren. Jetzt geht es am Freitag nach Dresden und dort wollen wir nachlegen“, richtete Rothenpieler den Blick schnell nach vorn.

ASV Hamm-Westfalen – TuS Ferndorf 32:22 (15:11)

ASV: Storbeck, Krechel – Blohme (10), Huesmann (4/1), Milde (3), Brosch, Fuchs, Sohmann (1), Schwabe (2), Lex, Südmeier (2), Gudat, Papadopoulos (1), von Boenigk (9)

TuS: Puhl, Rottschäfer – Faulenbach, Basic (3), Michel (6/2), Neitsch (3), Wicklein (1), Wörner (1), Zerbe (3/2), Barwitzki, Lindskog Andersson (3), Koloper, Müller (2), Rink

Schiedsrichter: Kim von der Beeck, Andreas Briese

Zuschauer. 2.055

Lukas Blohme blieb bei seinen zehn Toren gegen Ferndorf ohne Fehlwurf. - Foto: Wegener
Nicht zu stoppen: Jan von Boenigk erzielte neun Treffer gegen den TuS. - Foto: Wegener