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Huesmann trifft 17 Mal

Dieses Spiel dürfte den westfälischen Handballfans noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Mit 35:29 hat der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend die 17. Auflage des Westderbys gegen den TuSEM Essen dank einer fulminanten Schlussphase deutlich für sich entschieden. Dabei überragte über die gesamte Partie vor allem ein Akteur in einem insgesamt von beiden Seiten stark geführten Spiel: ASV-Kapitän Fabian Huesmann brachte es am Ende auf sage und schreibe 17 Tore, sieben davon erzielte er per Siebenmeter und blieb dabei ohne Fehlwurf. Doch er war nicht die alleinige Zutat für ein aus Sicht der Gastgeber erfolgreiches Derby.

Während bei den Gästen Justin Müller und Tim Rozmann nicht einsatzbar waren, stand ASV-Coach Michael Lerscht die komplette Stammauswahl zur Verfügung. Von Beginn hielten beide Teams das Tempo extrem hoch. Die Gastgeber starteten vor den maximal zugelassenen 795 Zuschauern fehlerlos und gingen mit 5:2 in Führung. TuSEM Trainer Jamal Naji sah sich zur Auszeit gezwungen, ermahnte seine Spieler zu besserem Defensivverhalten. Im Angriff erspielten sich die Gäste zwar ihre Chancen, nutzten diese aber noch nicht konsequent. Bis zur zehnten Minute blieb der ASV vorne, nach dem 7:4 durch Gerrit Genz kassierte Dani Baijens eine Zeitstrafe. Den folgenden Siebenmeter und die Überzahl nutzten die Essener zum 7:6-Anschluss. Noah Beyer erneut per Siebenmeter und Felix Klingler bescherten Essen sogar eine 7:8-Führung.

In der Folge bot sich den begeisterten Zuschauern ein offener Schlagabtausch – zu lange dufte der Blick nicht Richtung Anzeigentafel gehen, schon war das nächste Tor gefallen. So schraubten die Teams den Zwischenstand bis zur Pause auf 17:17 hoch. „Trotz der 17 Gegentore war ich gar nicht einmal unzufrieden mit der Abwehr“, bekannte Naji nach dem Spiel. Überrascht zeigte sich der TuSEM-Coach von der Tatsache, dass der ASV das „hohe Tempo von Anfang an mitgegangen ist“.

Und an der Spielweise der Gegner sollte sich im zweiten Abschnitt wenig ändern. Essens Eloy Maldonado blieb der überragende Spielgestalter, der immer wieder die Deckung auf sich zog und dann seine Mitspieler in Szene setzte. In der zweiten Halbzeit war dann ein ums andere Mal Kreisläufer Markus Dangers Abnehmer dieser Anspiele, der vier Tore erzielte und etliche Siebenmeter herausholte. Nach dem 24:26 durch Dangers in der 48. Minute war es Essens Lucas Firnhaber, der eine Minute später noch einmal die Führung auf zwei Tore zum 25:27 erhöhte.

Doch nun legten die Westfalen noch einmal einen höheren Gang ein. Fabian Huesmann blieb extrem treffsicher, mit Sören Südmeier konnte Michael Lerscht ein weiteres belebendes Element einwechseln, wie schon zuvor bei den erfolgreichen Torwartwechseln und auch in der Abwehr, wo Matej Mikita dank schneller Beine immer wieder die Essener Spielzüge erfolgreich störte.

Genau zehn Minuten vor dem Ende traf Jan von Boenigk zum 28:28, Dangers kassierte zudem eine Zeitstrafe. Und diese sollte folgenschwer sein: Der ASV nutzte die Gunst und drehte durch Jan Brosch und Baijens die Partie zum 30:28. Zwar verkürzte Dangers noch einmal, doch Huesmann und Südmeier sorgten dreieinhalb Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung. Nach erneuter Parade von Felix Storbeck gegen Dimitri Ignatow warf sich von Boenigk mit allem was er hatte Richtung Ball und sicherte so den Abpraller. Ignatow kassierte in der Szene noch eine Zeitstrafe, der ASV hatte endgültig die Partie gedreht. Während bei den Gastgebern am Ende alles gelang, lief bei den erschöpften Gästen nichts mehr zusammen. So fiel dann der Heimsieg für den ASV mit 35:29 um einige Tore zu hoch aus.

„Der Glückwunsch geht an Hamm zu einem verdienten Sieg“, gab Naji direkt nach der Partie unumwunden zu. Am Ende hätte sich die an diesem Abend bessere Mannschaft die Punkte gesichert, so Essens Trainer weiter. Den Glückwunsch nahm Michael Lerscht nach den packenden 60 Spielminuten zu gerne an, an der auch beide Trainer mit vielen taktischen Wendungen, ihren Anteil hatten. „Das war eine tolle Leistung der Mannschaft“, so der Coach, aus der natürlich ein bärenstarker Fabian Huesmann herauszustellen war: „Überragend. Das war eine sensationelle Leistung.“

Bereits am Mittwoch geht es für den ASV weiter, dann steht das Auswärtsspiel beim EHV Aue an. Am Sonntag spielen die Westfalen dann beim Tabellenzweiten HSG Nordhorn-Lingen. „Jetzt kommt es darauf an, dass wir uns schnell regenerieren. Natürlich fühlt sich er Sieg überragend an. Aber wir können uns jetzt nicht darauf ausruhen“, betonte der Kapitän. Das 17. Westderby dürfte ihm allerdings dennoch lange als ganz besonderes Spiel in Erinnerung bleiben.

ASV Hamm-Westfalen – TuSEM Essen 35:29 (17:17)

ASV: Storbeck, Bozic – Genz (3), Huesmann (17/7), Brosch (3), Fuchs, Reimann, Engelhardt, Südmeier (2), Pretzewofsky (1), Orlowski (1), Meschke, Baijens (4), Mikita, von Boenigk (3), Wieling (1)

TuSEM: Diedrich, Bliss – Beyer (9/7), Ellwanger (3), Glatthard, Kämper, Dangers (4), Becher, Ignatow (2), Szczesny, Bergner, Müller, Firnhaber (5), Seidel, Maldonado (3), Klingler (3)

Schiedsrichter: Fabian und Christian vom Dorff

Zuschauer: 795 (ausverkauft)

Der Platz in der Mannschaft der Woche der 2. HBL ist sicher: Der ASV-Kapitän Fabian Huesmann steuerte 17 Tore zum Sieg im 17. Westderby bei. - Foto: Wegener

Essen im Westderby zu Gast

Bereits 16 Auflagen des Westderbys zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem TuSEM Essen hat es bereits gegeben. Viel ausgeglichener könnte die Bilanz dabei nicht ausfallen: Fünf Siege feierte der ASV, sechs TuSEM und fünfmal endete das Aufeinandertreffen ohne Sieger. „Die Zuschauer dürfen sich auf ein spannendes Spiel zweier Teams auf Augenhöhe freuen. Kleinigkeiten können da entscheiden“, rechnet ASV-Trainer Michael Lerscht auch bei dem am Samstag (19:15 Uhr) stattfindenden Spiel wieder mit einem umkämpften Duell. Zugelassen sind nur 795 Fans, rund ein Drittel der Maximalkapazität der WESTPRESS arena, unter Einhaltung der 2Gplus-Regel.

„Wir sind da noch sehr begrenzt. Wir mussten viele Anfragen, die uns in der Geschäftsstelle und über die verschiedenen Kanäle erreicht haben, leider absagen“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers, der selbstverständlich am Samstag ein „ausverkauftes Haus“ vermelden darf – allein durch die abgesetzten Dauerkarten ist die Arena besetzt. In dieser Hinsicht deutet sich nach der neuen Verordnung dann Entspannung an. „Gegen Ludwigshafen können wir am 4. März nach der Neuregelung voraussichtlich dann 1.600 Zuschauer einlassen – der Vorverkauf ist über den Online-Ticketshop schon gestartet“, so Lammers.

Während sich die Verantwortlichen und die Geschäftsstelle bereits mit dem nächsten Heimspiel auseinandersetzen müssen, gilt bei der sportlichen Abteilung die volle Konzentration dem Spiel gegen Essen. Auch die bereits am Mittwoch und Sonntag folgenden Auswärtsspiele in Aue und Lingen spielen für Michael Lerscht und seine Mannschaft noch keine Rolle. „Natürlich nicht. In dieser Liga muss man sich voll und ganz der nächsten Aufgabe widmen. Alles andere wird ganz schnell bestraft“, so Lerscht weiter. So spielt auch die tabellarische Momentaufnahme für die Westfalen, die als Vierter gegen den siebtplatzierten TuSEM antreten, keine Rolle.

Der Druck liegt allerdings bedeutend stärker auf Seiten der Gäste. Denn um im Rennen um den ausgegebenen direkten Wiederaufstieg zu bleiben, ist ein Sieg für die Essen um Trainer Jamal Naji, der im Sommer zum Bergischen HC wechseln wird, bei sieben Punkten Rückstand auf Rang zwei fast schon Pflicht. Auch bei den Essenern verlief die Wintervorbereitung nicht ganz optimal, wenn auch nicht in dem Maße gestört wie bei den Gastgebern. Der Start beim wichtigen Auswärtsspiel in Lingen misslang, nach der 32:29-Niederlage wurde das Heimspiel gegen Aue am 11. Februar verlegt. Am Mittwochabend gelang Essen der erste Sieg des Jahres auswärts beim ThSV Eisenach mit 28:34.

„Die Mannschaft zählt nach wie vor zu den Topteams der Liga“, betonte ASV-Coach Michael Lerscht, der ansonsten aber den Fokus eher auf die eigene Mannschaft lenkt. „Wir wissen ja auch, was wir können. Es wird darum gehen, in möglichst vielen Bereich an das Maximum zu gehen. Die ganze Mannschaft brennt auf das erste Heimspiel des Jahres, das hat man schon die gesamte Trainingswoche gespürt“, so der Trainer weiter.

Für einen Akteur bei den Westfalen dürfte es ein ganz besonderer Abend werden: Neuzugang Benjamin Meschke freut sich gegen Essen auf seinen ersten Einsatz in der WESTPRESS arena im ASV-Dress. „Aus Auswärtsspielen in Hamm kenne ich die Arena schon. Jetzt freue ich mich darauf, sie im Heimtrikot zu erleben“, stellte Meschke klar. Und auch, wenn die Zuschauerzahl noch auf knapp 800 begrenzt ist, dürfte es ein stimmungsvoller Abend werden.

Wer keine Karte ergattern konnte, der kann wie gewohnt live über SportDeutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm mitfiebern. Anwurf ist um 19:15 Uhr.

Kein Kartenverkauf

In normalen Zeiten ist das immer eine gute Meldung: Das nächste Heimspiel des ASV Hamm-Westfalen ist bereits ausverkauft. Allerdings sind zum Westderby am Samstag (19:15 Uhr) gegen TuSEM Essen auch nur 795 Zuschauer zugelassen.

Damit stand bereits im Vorfeld fest: Es kann diesmal keinen freien Kartenverkauf geben. „Unsere Dauerkarteninhaber füllen die freien Plätze – und haben selbstverständlich Vorrang“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers am Mittwoch, da schon während der gesamten Woche viele Ticketanfragen in der ASV-Geschäftsstelle eingingen.

Für all diejenigen, die eines der begehrten Tickets haben, gilt am Samstag die 2G-Plus-Regel (siehe Grafik rechts). Lammers: „Aufgrund der erforderlichen Kontrolle sollte man nicht kurz vor knapp zum Spiel kommen. Aber die Zahl der Zuschauer sollte gut organisierbar sein.“

Wer nicht in die WESTPRESS arena kommen kann, kann die Partie live bei SportDeutschland.TV oder über Radio Lippe Welle Hamm verfolgen.

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Verkorster Spielstart kostet Zählbares

Nach scheinbar aussichtslosem Rückstand hat sich der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend noch in die Reichweite eines Punktgewinns gekämpft, am Ende unterlagen die Gäste aber beim favorisierten TuSEM Essen im Westderby knapp mit 29:26 (17:8).

Noch in der 48. Minute lagen die Gastgeber vor gut knapp 1.600 Zuschauern in der Sporthalle Am Hallo deutlich mit 25:17 vorne, eine Führung, die seit der 17. Spielminute und dem 11:1-Zwischenstand mehr oder weniger Bestand gehabt hatte. Doch in den folgenden vier Minuten agierte die Offensive der Westfalen treffsicher, zudem war Torwart Vladi Bozic ein sicherer Rückhalt. Auch der zwischenzeitliche Treffer von Essens Lucas Firnhaber aus dem Rückraum zum 26:20 (53.) ebenso wie das Zurückwechseln des Essener Stammpersonals durch TuSEM-Trainer Jamal Naji stoppte die Gäste, die zudem deutlich häufiger in Unterzahl agierten mussten als der Favorit, nicht. Dani Baijens, Alexander Reimann und Alexander Engelhardt sorgten durch ihre Tore zum 26:23 viereinhalb Minuten für Hoffnungen bei den zahlreich mitgereisten ASV-Fans.

Anschließend warfen die Gäste auch taktisch alles in die Waagschale, verteidigen in Manndeckung über das gesamte Feld. Somit war die Schlussphase an Dramatik kaum zu überbieten, Dani Baijens verkürzte 32 Sekunden vor dem Ende zum 28:26, einen weiteren Ballgewinn nutzte der ASV aber dann nicht. Somit konnte Lukas Becher, mit Toren erfolgreichster Werfer des Abends, den Favoriten mit seinem Tor zum 29:26 erlösen, der Erstligaabsteiger sicherte sich am Ende unerwartet hart erkämpfte zwei Zähler gegen den ASV.

Und der konnte zumindest jede Menge Selbstvertrauen mit auf den Heimweg nehmen, da nach einem völlig verkorksten Spielstart noch so eine Aufholjagd gelang. In der Anfangsviertelstunde nutzten die Gäste beste Chancen nicht, weder frei aus dem Nahbereich noch per Siebenmeter gelangen anfangs Tore – somit stand es schnell 4:0 für Essen. Erst in der achten Minute traf Engelhardt erstmalig für den ASV. Auch eine Auszeit in der elften Minute brachte keine Besserung. Bis zur 18. Minute blieb es aber völlig einseitig, zur Abschlussschwäche gesellten sich einige Lücken in der Deckung, wo der verletzte Jan Brosch schmerzlich vermisst wurde. Erst nach der frühen zweiten Auszeit von Michael Lerscht agierten die Gäste sicherer. In der Folge verlief die Partie bis zur Pause ausgeglichen mit 7:7 Toren. Und auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie auf Augenhöhe, allerdings mit großer Hypothek seitens der Westfalen. Somit war es am Ende so, wie ASV-Trainer Michael Lerscht im Vorfeld der Partie angekündigt hatte: Man dürfe sich keine längeren Schwächephasen leisten, da Essen diese konsequent bestraft.

Am Sonntag, 25. September, tritt der ASV dann zu seinem dritten Saisonspiel wieder in eigener Halle an. Gegner ist dann um 17 Uhr EHV Aue.

TuSEM Essen – ASV Hamm-Westfalen 29:26 (17:8)

TuSEM: Bliss, Diedrich – Beyer, Glatthard, Rozman (2), Dangers (1), Homscheid, Becher (9), Ignatow, Szcezsny (1), Bergner, Müller (2), Firnhaber (3), Seidel, Morante Maldonado (5), Klingler (6/2)

ASV: Storbeck, Bozic – Genz (3), Huesmann (6/6), Fuchs, Reimann (1), Engelhardt (4), Kooij (1), Südmeier (2), Pretzewofsky (2), Orlowski (1), Moussa, Baijens (6), Mikita, von Boenigk, Wieling (1)

Schiedsrichter: Marvin Cesnik, Jonas Konrad

Zuschauer: 1.573

Zeitstrafen: TuSEM 8 min, ASV 14 min

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Westderby am Freitag um 19:30 Uhr

Die erste Auswärtsaufgabe der neuen Saison zählt für den ASV Hamm-Westfalen gleich zu den schwierigsten, die es in der 2. Handball-Bundesliga zu lösen gilt. Denn zum Westderby am Freitagabend um 19:30 Uhr tritt die Mannschaft von Michael Lerscht beim Erstligaabsteiger TuSEM Essen als Außenseiter an.

„Das ist ein Spiel, auf das man sich einfach nur freuen darf“, betonte Lerscht vor dem Abschlusstraining am Donnerstagnachmittag. „Essen ist eines der Topteams mit einem tollen Publikum im Rücken. Wir haben nichts zu verlieren“, stellte der ASV-Coach die Rollenverteilung klar. Beide Teams sind mit Siegen in die neue Spielzeit gestartet, der ASV zuhause gegen Dormagen und Essen beim EHV Aue. Lerscht: „Zum Auftakt auswärts in Aue ist schon eine hohe Hürde, die man erstmal nehmen muss. Der TuSEM verfügt über große Qualität und bestraft Schwächeperioden des Gegners konsequent.“ Es werde also darauf ankommen, von der ersten bis zur letzten Sekunden konzentriert, konsequent und vor allem konstant zu agieren. Lerscht: „Wir hatten gute Phasen gegen Dormagen. Daran wollen wir in Essen anknüpfen.“

Voraussichtlich noch fehlen wir Kreisläufer Jan Brosch, der gegen Dormagen noch vor der Pause verletzt vom Feld musste. Immerhin hat sich die Knieblessur als weniger schlimm herausgestellt, als zunächst befürchtet. Möglicherweise kommt der 2,05-Meter-Hüne gegen Aue wieder zum Einsatz. „Das müssen wir alles abwarten. Aber das waren nach dem ersten Eindruck sehr gute Nachrichten“, atmete nicht nur Michael Lerscht nach der weiteren Diagnostik unter der Woche auf. Aufrücken wird dafür in Essen Lars Kooij. Der Kreisläufer der Drittligamannschaft hatte die Vorbereitung komplett mit den Profis absolviert.

Wie gewohnt wird die Partie vom Heimverein über SportDeutschland.TV live und kostenlos übertragen:

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Sieg in Minden

Ein erstes sportliches Ausrufezeichen hat der ASV Hamm-Westfalen in der laufenden Vorbereitung auf die am 2. Oktober beginnende neue Saison der 2. Handball-Bundesliga gesetzt. Nachdem die Westfalen am Samstag beim neuen Erstligisten TuSEM Essen noch knapp mit 25:29 unterlag, gelang am Mittwochabend bei dem ebenfalls klassenhöheren TSV GWD Minden ein 27:28-Sieg (13:14).

Man habe viel investiert, stellte Trainer Michael Lerscht nach der Partie fest. „Im Finale haben wir uns dafür belohnt“, so der neue Coach der Westfalen weiter. Genau in dieser Hinsicht unterschied sich die Partie ein wenig von den vorherigen Begegnungen. So machte sich auch das Offensivtraining, dass nun seit einigen Trainingstagen besonders im Fokus des Trainerstabes ist, bereits bemerkbar. So sah Lerscht ein „bewegliches Angriffsspiel“, vor allem die Zielstrebigkeit im Gegenstoßverhalten stellte den Trainer zufrieden.

Test am Samstag um 16 Uhr im Live-TV

Am Samstag steht der nächste Test an, in der Westpress-Arena wird Drittligist Longericher SC zu Gast sein. Anwurf ist um 16 Uhr, die Partie wird live vom ASV über den YouTube-Kanal übertragen. Zuschauer sind gegen Longerich noch nicht in der Arena. Bei den abschließenden beiden Heimtests am Mittwoch, 16. September, gegen den TBV Lemgo und am Freitag, 25. September, gegen Drittligist VfL Eintracht Hagen wird das anders aussehen.

Gegen Lemgo und Hagen vor Zuschauern

Für die beiden Testspiel hat der ASV seitens des zuständigen Amtes nun grünes Licht für bis zu 300 Zuschauer bekommen. „Das gibt uns die wichtige Gelegenheit, unsere Abläufe hinsichtlich der erforderlichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen durchzuspielen“, ist ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers froh, für die beiden Tests nun Planungssicherheit zu haben. Karten gibt es ab sofort in der ASV-Geschäftsstelle oder auf Anfrage per E-Mail an . Es gibt nur Sitzplatzkarten zum Preis von fünf Euro, die Karten müssen personalisiert werden. Wer es nicht in die Arena schafft, kann auch die beiden Partien gegen Lemgo und Hagen über den ASV-YouTube-Kanal verfolgen.

Testspiele in der Übersicht

  • Fr., 28.08:  ASV Hamm-Westfalen – Bergischer HC 23:29
  • Sa., 29.08.: TuS Ferndorf – ASV Hamm-Westfalen 30:23
  • Fr., 04.09: ASV Hamm-Westfalen – Eintracht Hildesheim 24:23
  • Sa., 05.09.: TuSEM Essen – ASV Hamm-Westfalen 29:25
  • Mi., 09.09.: GWD Minden – ASV Hamm-Westfalen 27:28
  • Sa., 12.09. 16:00 Uhr ASV Hamm-Westfalen – Longericher SC
    (WESTPRESS arena, kein Einlass; LIVE IM TV)
  • Mi., 16.09. 19:00 Uhr ASV Hamm-Westfalen – TBV Lemgo
    (WESTPRESS arena, nur Vorverkauf in der ASV-Geschäftsstelle, Einlass 18 Uhr; LIVE IM TV)
  • Sa., 19.09. 16:00 Uhr HSG Nordhorn-Lingen – ASV Hamm-Westfalen
    (Infos zum Spielort und zum Einlass von Zuschauern folgen)
  • Fr., 25.09. 19:15 Uhr ASV Hamm-Westfalen – VfL Eintracht Hagen
    (WESTPRESS arena, nur Vorverkauf in der ASV-Geschäftsstelle, Einlass 18 Uhr; LIVE IM TV)
Jan von Boenigk feierte mit dem ASV einen Testspielsieg beim TSV GWD Minden. - Foto: Wegener

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Essen-Spiel verschoben

„Aufgrund des Ministerialerlasses des Landes Nordrhein-Westfalen vom Dienstag werden alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern nicht stattfinden. Nach einem ausführlichen Dialog mit der Stadt Hamm werden Durchführungsbestimmungen erarbeitet, die wir derzeit prüfen und die dann auch in der Folge für weitere Spiele gültig sein werden“, so ASV-Geschäftsführer Franz Dressel.

Dressel weiter: „Da aufgrund der über 2300 verkauften Karten wir nicht daraus 1000 Zuschauer auswählen können, haben wir uns entschlossen, nach dem Gleichheitsprinzip das Spiel gegen TUSEM Essen am Samstag nicht stattfinden zu lassen. Wir werden das Spiel zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, daher behalten die Karten auch ihre Gültigkeit.

Wie wir mit den nächsten Heimspielen verfahren werden, kann heute noch nicht genau gesagt werden, da am kommenden Montag in Köln eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit allen Handball Erst- und Zweitligaklubs stattfinden wird, um eine einheitliche Regelung bis zum Saisonende zu erarbeiten. Das Ziel aller Vereine dürfte sein, die Saison bis zum letzten Spieltag zu Ende zu spielen.“ (mby)

Die WESTPRESS arena bleibt dicht, die Partie gegen Essen ist verschoben. – Foto: Kaufmann

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Rimpar: Aus der Scheune in die 2. Liga

Etwas untypisch für Wölfe ist die erste Spielstätte der DJK Rimpar: In einer Pfarrscheune machte der Verein 1951 die ersten Schritte in Sachen Handball. Zwei Jahre später wurde der Spielbetrieb aufgenommen und ein weiteres Jahr später stand der Umzug in eine neu errichtete Schulturnhalle an. Knappe 70 Jahre später hat sich aus der einstigen „Scheunenmannschaft“ ein etabliertes Zweitligateam entwickelt. Und am Sonntag, 20. Oktober, treten die Wölfe ab 17 Uhr beim ASV Hamm-Westfalen an.

Die Gäste starteten gut in die Saison, mussten aber am vergangenen Wochenende eine etwas überraschende 23:26-Pleite gegen die SG BBM Bietigheim hinnehmen. Nach acht Partien hat die Mannschaft von Rimpar-Trainer Ceven Klatt mit 11:5 Punkten aber immer noch Tuchfühlung zur Tabellenspitze.

Deshalb warnt auch ASV-Trainer Kay Rothenpieler: „Bislang hat es Rimpar gut gemacht. Die Mannschaft ist schon lange zusammen, deshalb zeichnet sie gute Abläufe aus. Außerdem verfügen sie über eine aggressive Deckung und haben in Max Brustmann einen hervorragenden Torwart.“

Bekanntester Spieler des kommenden Gegners ist sicherlich Benjamin Herth. Der zentrale Rückraumspieler bestritt 233 Bundesligaspiele für die HBW Balingen-Weilstetten (199 Partien) und den TBV Lemgo (34). Dabei gelangen dem 34-Jährigen beachtliche 933 Tore. Seine Treffsicherheit brachten dem Routinier auch fünf Länderspiele ein. Auch wenn die aktuelle Ausbeute noch ausbaufähig ist – in acht Partien traf er sechs Mal – weiß Rothenpieler um seine Stärken: „Benjamin Herth kenne ich schon sehr lange. Er ist ein starker Spieler mit einer Menge Erstligaerfahrung.“ (mby)

Foto: Henning Wegener

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Wolfsrudel fällt in Hamm ein

„In Europa kehrt der Wolf in alte Lebensräume zurück, in denen er seit fast 180 Jahren ausgestorben war. Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es seit einigen Jahren wieder vereinzelte Hinweise auf durchziehende Wölfe“, berichtet das NRW-Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz und verkündet weiter: „Das Umweltministerium NRW hat in den betreffenden Landschaftsräumen sogenannte ‚Wolfsgebiete‘ in Nordrhein-Westfalen ausgewiesen.“

Am Sonntag, 20. Oktober, wird auch Hamm ab 17 Uhr für rund zwei Stunden zu einem Wolfsgebiet, denn gleich ein ganzes Rudel aus dem unterfränkischen Rimpar soll sich dem Vernehmen nach auf den Weg machen, um auf einen Beutezug zu gehen. Das Ziel: Zwei Punkte.

Doch Kay Rothenpieler, Trainer des ASV Hamm-Westfalen, will sich von den hungrigen Raubtieren nicht beeindrucken lassen und setzt auf standhafte Gegenwehr seiner Mannschaft: „Wir müssen effektiver spielen“, meint der gebürtige Hammer mit Blick auf die schwache Angriffsleistung seines Teams bei der 21:28-Niederlage in Essen. „Wir hatten zu viele Ausfälle, auch von der Bank kamen keine Impulse.“

Vor allem „mehr Konstanz“ verlangt der 48-Jährige: „Wir brauchen einen gewissen Standard. Jeder Einzelne muss seine Form abrufen. Es ist nicht möglich, immer überragend zu spielen, aber ein gewisser Level muss da sein.“ Gegen Rimpar kommt es laut Rothenpieler darauf an, den Rhythmus zu finden: „Wir wollen unbedingt gewinnen, müssen dafür flüssige Angriffe mit voller Konzentration fahren.“ Damit die Wölfe zumindest in Hamm keinen Schaden anrichten. (mby)

Foto: Henning Wegener

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ASV verliert Spitzenspiel in Essen

Das mit Spannung erwartete Topspiel zwischen dem Spitzenreiter ASV Hamm-Westfalen und dem drittplatzierten TUSEM Essen war lange ausgeglichen, doch zum Ende wurde es deutlich:  Der ASV kassierte vor 2578 Zuschauern in der Sporthalle „Am Hallo“ eine 21:28 (11:12)-Niederlage und muss die Tabellenführung nach der Niederlage im Derby nach nur einer Woche wieder abgeben. Dafür maßgeblich verantwortlich TUSEMs Torwart Fredrik Genz, der einen Sahnetag erwischte und die Hammer zur Verzweiflung trieb.

Gleich zu Beginn lief die Partie so, wie es viele erwartet hatten. Die beiden Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, kein Team vermochte sich abzusetzen. In der achten Minute dann die erste Führung für die Gäste: Oliver Milde markierte das 3:4. Besonders sehenswert war das 4:5, Marten Franke (10.) hämmerte den Ball wuchtig ins rechte Eck. Dem in nichts nach stand Felix Storbeck, der gegen den durchgebrochenen Carsten Ridder mit einem sehenswerten Reflex parierte. Da ließ sich auch Fabian Huesmann (14.) nicht lumpen und vernaschte Essens Schlussmann Genz zum 6:7.

Es war eine starke Phase der Gäste, die nach 15 Minuten auf 6:8 davonzogen. Beim Stand von 8:8 nahm Rothenpieler die erste Auszeit. Das sollte sich lohnen, denn im Anschluss traf Markus Fuchs zum 8:9 (22.) und ließ zum 9:10 (25.) einen Schuss der Marke „Fackel“ los. Auch zum Pausenstand von 12:11 aus ASV-Sicht war der linke Rückraumspieler mit der Kojak-Frisur erfolgreich.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts waren die Hammer nicht ganz auf der Höhe, Essen zog nicht einmal nach zwei Minuten auf 14:11 davon. Jan von Boenigk (33.) war für den Premierentreffer in der zweiten Hälfte zuständig. Zwei Tore von Jan Brosch (36./37.) sorgten zunächst dafür, dass der ASV weiter auf Tuchfühlung blieb (15:14).

Doch in den nächsten Minuten zogen die Hausherren erneut davon, insbesondere der herausragende TUSEM-Torhüter Genz ließ die ASV-Offensive zeitweise verzweifeln. Bereits 17 Minuten vor dem Ende nahm Rothenpieler beim Stand von 20:14 die letzte Auszeit. Doch die Wende blieb aus. Essen hielt die Konzentration hoch, war im Angriff weiter griffig und provozierte aus einer massiven Defensive einige Fehler der Westfalen, die mit der zweiten Niederlage in dieser Saison die Heimreise nach Hamm antraten. (mby)

Foto: Henning Wegener