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Wir haben es geschafft!

Der ASV Hamm-Westfalen hat es geschafft: Durch eine beeindruckende Leistung in der 2. Halbzeit sicherte sich die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht einen 34:27-Sieg (17:16) gegen den TV Großwallstadt und damit den Aufstieg in die Liqui Moly Bundesliga. Wie erwartet war es zunächst ein hartes Stück Arbeit für die Westfalen, die vor mit 2.650 Zuschauern ausverkaufter Kulisse in der Abwehr anfänglich Schwierigkeiten hatten. So lagen die Gäste zunächst lange in Führung, zwischenzeitlich sogar mit 8:5 und 14:12. Doch in der Schlussphase der ersten Halbzeit schickten sich die Hausherren an, die Kontrolle über die Partie zu übernehmen. Und das gelang – zur Pause führte der ASV mit 17:16, zum ersten Mal an diesem Abend.

Im Halbzeit zwei machten die Westfalen, die noch fast zwei Minuten in Überzahl starteten, dann genau dort weiter und erspielten sich schnell eine 19:16 in Führung. Nun stand auch die Abwehr sicherer, Torwart Vladi Bozic mauerte zudem vor der „Roten Wand“ das Gehäuse regelrecht zu. Vorne war wieder einmal Dani Baijens der überragende Motor, egal ob als Passgeber oder Torschütze. Am Ende verabschiedete sich der Holländer mit zehn Toren vom Heimpublikum. Längst hatten sich die Gastgeber auf die Siegerstraße begeben und die Party auf den Rängen begonnen.

Matchball im Heimfinale

Seit Wochenbeginn ist das Heimfinale des ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend ausverkauft. Seit Dienstagabend haben die Fans des Handball-Zweitligisten zudem durch die Niederlage des Verfolgers Nordhorn-Lingen in Coburg Gewissheit: Gegen den TV Großwallstadt geht es vor 2.650 Zuschauern um den Aufstieg in die 1. Liga. Denn dafür reicht der Mannschaft von Trainer Michael Lerscht nun ein Sieg aus den verbleibenden Partien gegen Großwallstadt und in Hüttenberg – unabhängig davon, wie die weitere Partien der Konkurrenz enden.

„Natürlich wissen wir das. Das ist ja auch etwas, das positive Kräfte freisetzt“, verdeutlicht Lerscht die aktuelle Gefühlsage beim Tabellenzweiten. „Aber es ist auch klar, dass das ein hartes Stück Arbeit wird. Wir sind über 60 Minuten voll gefordert“, mahnt der Trainer zu voller Konzentration auf den Augenblick – eine Fähigkeit, die den ASV in den zurückliegenden Wochen und Monaten stark gemacht hat und die letztlich die gute Ausgangslage vor den beiden letzten Spieltage ermöglicht hat.

„Niemand soll denken, dass der TVG uns die beiden Punkte gibt und wieder nach Hause fährt“, so Lerscht weiter. Logisch – denn der Traditionsverein Großwallstadt braucht im Kampf um den Klassenverbleib jeden Zähler. Und beim letzten Aufeinandertreffen im Nachholspiel am 10. Mai kam der ASV beim TVG über ein 27:27 nicht hinaus. Aktuell steht die Mannschaft von Trainer Maik Handschke auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, allerdings punktgleich mit Tabellennachbar TuS Ferndorf und nur dank eines acht Treffer besseren Torverhältnisses vor den Ferndorfern. Auch der TSV Bayer Dormagen kämpft noch um den Verbleib, zwar hat der TSV ein Zähler mehr auf dem Konto als die beiden anderen, allerdings ein deutlich schlechteres Torverhältnis. Erwähnenswert an der Stelle: Genau wie Großwallstadt, bekommen es auch die direkten Konkurrenten mit Hochkarätern zu tun, nämlich mit Tabellenführer Gummersbach (in Ferndorf) und der drittplatzierten HSG Nordhorn-Lingen (gegen Dormagen).

Aber nicht nur die sportliche Ausgangslage sorgt für große Vorfreude rund um die WESTPRESS arena, auch die Tatsache, dass zum ersten Mal seit Jahren die Heimspielstätte des ASV bei voller Belegung wieder restlos ausverkauft ist, dürfte einige Kräfte freisetzen. „Als ich vor zwei Jahren hier beim ASV unterschrieben habe, habe ich mich ja genau darauf auch gefreut. Es ist toll, das endlich erleben zu dürfen“, freuen sich Michael Lerscht und seine Spieler auf eine stimmungsvolle Kulisse am Samstag, wie gegen Eisenach unter dem Motto „Alle in Rot“.
Denn hierzu haben die Verantwortlichen des ASV erneut aufgerufen. Und das Bild kommt dann auch Geschäftsführer Thomas Lammers bekannt vor, der den ersten Erstligaaufstieg der Westfalen 2010 als Spieler aktiv erlebt habt. „Das ist immer noch sehr präsent. Das sind unbeschreibliche Gefühle“, so Lammers. Der aber auch große Unterschiede zwischen dem Aufstieg 2010 und der Situation des ASV jetzt ausmacht: „Damals war alles vom ersten Spieltag darauf ausgelegt. Diesmal sind wir ja ganz anders in die Saison gegangen. Wir wussten, dass wir selbst mit einer guten oder sehr guten Saison vielleicht auch nur Fünfter werde könnten. Denn die Konkurrenz war und ist einfach unglaublich stark“, so der ehemalige Rückraumspieler weiter – um gleich zu ergänzen: „Es soll daher bitte auch niemand denken, wir wären jetzt schon durch. Wir müssen die Aufgabe noch einmal mit voller Konzentration angehen und alles raushauen. Ich bin mir aber auch ganz sicher, dass wir das gemeinsam tun werden.“

Anwurf für das Spiel ist um 19:15 Uhr, eine Abendkasse gibt es nicht mehr. Verfolgt werden kann die Partie live und kostenlos ab 18:45 Uhr im Internet über SportDeutschland.TV (siehe unten) oder im Radio bei Lippewelle Hamm.

WESTPRESS arena ausverkauft

Seit Wochenbeginn liefen die Drähte in der Geschäftsstelle des ASV Hamm-Westfalen heiss, am Dienstagnachmittag vermeldete der Handball-Zweitligist erstmalig in dieser Saison ein „ausverkauftes Haus“ für das am Freitag anstehende Heimfinale der Saison gegen den TV Großwallstadt.

„Das ist natürlich überwältigend und steigert die Vorfreude bei uns allen noch einmal enorm“, erklärte Geschäftsführer Thomas Lammers, der gemeinsam mit Geschäftsstellenleiterin Katrin Schittek sowie Larissa Schneider seit dem Derbysieg ständig Kartenwünsche zu bearbeiten hatte. Lammers: „Das läuft über alle Kanäle. Natürlich hatten wir ein wenig darauf gehofft, am Freitag eine tolle Kulisse erleben zu dürfen. Der Saisonrekord stand schon am Montagmorgen fest, danach ging es unglaublich schnell“, so der ehemalige Handballprofi. Ob die Partie am Freitag nicht nur das Heimfinale ist, sondern auch schon eine Chance, den Aufstieg zu feiern, das entscheidet sich am Dienstagabend in Coburg. Sollte Verfolger HSG Nordhorn-Lingen dort unterliegen, könnte im Heimspiel am Freitag schon eine Entscheidung über den zweiten Tabellenplatz fallen. So oder so steht das Motto für den Freitag fest: „Alle in Rot!“

5 Tage bis zum Heimfinale

Zum letzten Heimspiel der Saison 2021/2022 tritt der ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga gegen den TV Großwallstadt an. Anwurf in der WESTPRESS arena ist am Freitag um 19:15 Uhr, Einlass ist ab 17:45 Uhr. Für beide Teams geht es um zwei enorm wichtige Punkte. Während der ASV mit zwei Siegen den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen kann, hat der TVG den Klassenerhalt selbst in der Hand.

Allerdings ist die Lage für die Gäste brisant: Der TuS Ferndorf (aktuell erster Abstiegsplatz) ist punktgleich mit Großwallstadt, nur die Tordifferenz ist acht Tore schlechter. Allerdings dürfen sich auch die Eulen Ludwigshafen und der TSV Bayer Dormagen mit einem Zähler mehr auf der Habenseite auch alles andere als in Sicherheit wähnen.

Für den ASV sieht es – Stand heute – so aus: Mit zwei Siegen ist man sicher Zweiter. Verliert die HSG Nordhorn-Lingen am Dienstag ihr Nachholspiel in Coburg, könnte man sogar am Freitag schon alles klar machen. „Es bleibt dabei: Wir schauen am besten auf uns selbst“, will ASV-Trainer Michael Lerscht den Fokus weiter auf das eigene Spiel und die eigene Leistung richten. Und dafür gab es beim Derbysieg in Ferndorf eine sehr positive Randnotiz: Mit Markus Fuchs, der seit Mitte März fehlte, kehrte der letzte Akteur ins Aufgebot zurück. Pünktlich zur allesentscheidenden Phase hat Lerscht damit wieder alle personellen Optionen zur Verfügung.

Für die Fans heißt es nun: Noch fünfmal schlafen, dann steht das Heimfinale der Saison an. Die genaue Bedeutung wird sich erst Dienstagabend klären. Fest steht aber die Devise für Freitag: „Kommt alle in Rot“, so die Aufforderung von Geschäftsführer Thomas Lammers. Karten für das Spiel gibt es aktuell noch an den bekannten Vorverkaufsstellen und im Online-Ticketshop. Wer allerdings einen Sitzplatz für das Heimfinale ergattern will, sollte sich beeilen.

Punkteteilung beim TV Großwallstadt

Wunder gibt es immer wieder – aber eben doch nicht jedes Mal. Mit dieser Erkenntnis und nur einem Punkt musste der ASV Hamm-Westfalen am Dienstagabend die Heimreise vom abstiegsbedrohten TV Großwallstadt antreten. Nach einem dramatischen Verlauf im Nachholspiel des 18. Spieltages ließen die Gäste in der Schlussviertelstunde zu viele Möglichkeiten aus, um in der Untermainhalle vor knapp 500 Zuschauern rechtzeitig die Weichen auf Sieg zu stellen.

Großwallstadt nutzte dies und kämpfte sich nach 22:20-Führung des ASV aus der 45. Minute in den Folgeminuten auf 22:22 heran und erhöhte dann sogar auf eine Zwei-Tore-Führung durch Mario Stark in der 52. Minute. Fast acht Minuten blieb der ASV ohne Torerfolg. Nicht zuletzt der Abwehr und Felix Storbeck mit insgesamt 15 Paraden hatten die Westfalen es zu verdanken, dass nach wie vor ein Auswärtssieg in Reichweite blieb. Erst per Siebenmeter gelang es Kapitän Fabian Huesmann, die Serie gut acht Minuten vor Spielende zu beenden. Wenig später glich Jan Brosch vom Kreis aus. Die verbleibenden sechseinhalb Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den der ASV aber besser nutzte und durch Huesmann erneut per Siebenmeter mit 27:25 in Führung ging.

Der TVG schien leer auszugehen. Zwar verkürzte Moritz Klenk nach langem Angriff und dem letztmöglichen Pass von Savvas Savvas auf den Linksaußen, doch der ASV hielt alle Trümpfe in der Hand. Fabian Huesmann lief von der Außenposition zur Kreismitte ein und wurde gut angespielt – sein Wurf landete aber 44 Sekunden vor dem Ende am Pfosten. Der letzte Angriff blieb den Hausherren, die diesen bis zur letzten Sekunde hinauszögerten. Mit dem Schlusspfiff warf Mario Stark an den Pfosten – in undurchsichtiger Szene entschieden die Schiedsrichterinnen Tanja Kuttler und Maike Merz auf Siebenmeter, was Fassungslosigkeit seitens der ASV-Akteure auslöste.

Doch noch hatten die mitgereisten ASV-Fans Hoffnung, doch beide Zähler mit auf die Heimreise zu nehmen. Denn der nun eingewechselte Jörg Wesemann hatte kurz zuvor bereits einen Siebenmeter gegen Pierre Busch pariert. Und schon gegen Hagen hatten Wesemann genau dieses Wunder vollbracht, und den Sieg nach abgelaufener Spielzeit beim Siebenmeter festgehalten. Doch diesmal gelang es nicht – Busch bescherte dem TVG einen äußerst bedeutsamen Punktgewinn im Kampf um den Klassenerhalt. Da die HSG Nordhorn-Lingen nach lange ausgeglichenem Verlauf ihr Nachholspiel gegen die Eulen Ludwigshafen zeitgleich mit 28:23 gewann, beträgt der Vorsprung auf den Dritten für den ASV nun noch einen Zähler.

TV Großwallstadt – ASV Hamm-Westfalen 27:27 (13:13)

TVG: Minerva, Adanir – Klenk (4), Barbarskas, Bandlow (3), Schauer, Weit, Corak (1), Stark (5), Rink (5), Savvas (4/1), Busch (5/3)

ASV: Storbeck, Bozic, Wesemann – Genz (3), Huesmann (7/3), Brosch (6), Engelhardt, Südmeier, Pretzewofsky, Schöße (1), Orlowski (2), Meschke, Baijens (4), Mikita, von Boenigk (1), Wieling (3)

Zuschauer: 490

Gemeinsam heiß auf Großwallstadt

Zum Hinrunden-Nachholspiel der 2. Handball-Bundesliga tritt der ASV Hamm-Westfalen am Dienstagabend um 19:30 Uhr beim TV Großwallstadt an. Der TV befindet sich aktuell auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, an den jüngsten Spieltagen ist das Feld rund um die Abstiegsplätze allerdings erheblich zusammengerückt.

So ist Schlusslicht EHV Aue mit fünf Punkten Rückstand bei mehr absolvierten Spielen zwar schon ein Stück vom Klassenerhalt entfernt, TV Emsdetten, TSV Dormagen, TuS Ferndorf und der TV sind aber nur drei Zähler voneinander entfernt. Entsprechend bedeutend ist für diese Teams jede verbleibende Partie, in der Pressemitteilung des TV allesamt als „Endspiele“ eingeordnet.

„Wenn wir unser gesamtes Potenzial abrufen und alles in das Spiel reinhauen, dann können wir mit diesem absoluten Siegeswillen auch gegen eine Top-Mannschaft wie Hamm bestehen“, gibt sich TV-Trainer Maik Handschke kämpferisch. Den ASV erwartet nach nur kurzer Regeneration – die Westfalen bestritten am Freitag ihr Heimspiel gegen VfL Lübeck-Schwartau, Großwallstadt zuletzt am Mittwoch in Aue – also einen Gegner, für den es längst um alles in der Liga geht. Aber auch für den ASV ist die Partie bedeutsam, hat man sich schließlich durch gute Leistungen in den zurückliegenden Wochen auf den zweiten Aufstiegsplatz der Liga vorgespielt. Und die Ausgangslage hat sich durch den Punktgewinn gegen Lübeck-Schwartau sogar noch verbessert, da die HSG Nordhorn-Lingen zeitgleich zuhause gegen Hagen mit einem Tor unterlag.

„Es gibt keine einfachen Spiele in dieser Liga“, will ASV-Trainer Michael Lerscht von Favoritenrollen und ähnlichem in diesen Tagen nichts hören und wahrt dabei wie schon seit Monaten den Fokus auf der jeweils anstehenden Aufgabe. Lerscht: „Es bleibt dabei: Wenn wir an unser Maximum in den verschiedenen Bereichen kommen, kommen wir gegen jeden für die Punkte in Frage. Und genau darum geht es auch in Großwallstadt.“ Personell scheint die Ausgangslage vor dem Abschlusstraining gegen Großwallstadt wie gegen Lübeck-Schwartau. Unterstützt wird der ASV vor Ort auf jeden Fall auch von einer kleinen Fankolonie, die sich mit auf den Weg machen wird. „Das ist toll, dass unsere Fans auch unter der Woche den Weg auf sich nehmen. Wir sind alle heiß auf die Partie“, so Lerscht – eine Partie, die übrigen schon am 3. Juni in der WESTPRESS arena erneut ansteht. Ein Pflichtspiel zwischen den beiden Clubs gab es dennoch bereits in dieser Spielzeit, Anfang Oktober sicherten sich die Westfalen durch einen 33:29-Sieg den Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals.

Spielfrei statt Englischer Woche

Spielfrei statt Englischer Woche – die beiden in dieser Woche anstehenden Auswärtsspiele des ASV Hamm-Westfalen am Mittwoch in Großwallstadt und am Samstag in Bietigheim müssen verschoben werden. Grund sind mehrere Corona-Fälle in der Mannschaft der Westfalen. Termine für die Nachholspiele stehen noch nicht fest.

Noch am Montag bereitete sich die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht akribisch auf die für Mittwoch angesetzte Aufgabe beim abstiegsbedrohten TV Großwallstadt vor, dann kam alles anders. Trainer Lerscht ereilten mehrere Meldungen von infizierten Spielern. „Schnell war klar, dass wir die Reissleine ziehen müssen“, erklärte Lerscht am Dienstagmittag. Die betroffenen Akteure sind nun in Quarantäne, für alle anderen ist erst einmal eine Trainingspause angesagt. Lerscht: „Wir schauen jetzt, wie sich die Lage in den nächsten Tagen entwickelt. Wir wollten nichts riskieren“, so der Coach zur verordneten Trainingspause. Der ASV steht damit gleich vor zwei spielfreien Wochen, da das darauf folgende Wochenende wegen einer Länderspielpause spielfrei ist. Da der ASV mit dem Niederländer Dani Baijens einen Nationalspieler abstellt, wird es nicht zu einer kurzfristigen Neuansetzung kommen können. „Über neue Spieltermine müssen wir uns noch gemeinsam abstimmen“, so ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit, wie der TVG bereits für das ursprünglich Mittwoch angesetzte Duell mitteilte.

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ASV zieht ins Achtelfinale ein

Durch einen verdienten 33:29-Sieg gegen den Ligakonkurrenten TV Großwallstadt ist der ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend in das Achtelfinale des DHB-Pokals eingezogen, das am 14. oder 15. Dezember stattfinden wird. Über weite Strecken der Partie knüpften die Gastgeber an das starke Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen an, das die Westfalen vier Tage zuvor souverän mit 35:30 gewonnen hatten.

Den Ausschlag gab eine starke Phase der Mannschaft von Michael Lerscht zum Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit. In dieser drehten die Gastgeber die Partie von 11:14 auf 18:15 und wenig später auf 20:16. Innerhalb der weniger als zwölf Spielminuten gelang ein 9:2-Lauf, fünf Tore erzielte Kapitän Fabian Huesmann. „Wir kommen gut ins Spiel und liegen dann 11:9 und 14:11 in Führung. Wir geben diese Drei-Tore-Führung in der ersten Halbzeit dann aber viel zu schnell ab. Schon beim 15:15 zur Pause war der ASV wieder im Spiel, das fand dann in der zweiten Halbzeit seine Fortsetzung“, sprach TVG-Trainer Ralf Bader anschließend von „ganz schwachen zehn Minuten“, die sich die Gäste zu Beginn des zweiten Abschnitts leisten. Offensiv keine Lösungen, defensiv keinen Zugriff – so fasste Bader die Geschehnisse in dieser Phase treffend zusammen. „Aber wir geben uns dann nicht auf und versuchen noch alles“, so Bader weiter. Beim Stand von 26:24 für den ASV hätte noch einmal „etwas in der Luft gelegen“, am Ende habe der ASV es dann aber konsequent gespielt und „verdient gewonnen“, wie Bader betonte.

Diese Einschätzung teilte sein Gegenüber Michael Lerscht vollauf, der sehr glücklich mit der erneut starken Leistung seiner Mannschaft war. „Auch schwierige Situationen haben wir heute gut gelöst und uns nach dem 11:14 gut zurückgespielt. Ein Riesenkompliment an die Jungs“, so Lerscht, der wiederum aufgrund von grippalen Infekten auf mehrere Spieler verzichten musste. So fehlten dem ASV Tim Wieling, Sören Südmeier und Abwehrchef Markus Fuchs. Für letzteren rückte von Beginn an Neuzugang Matej Mikita zu Jan Brosch in den Inneblock – und dessen Leistung sollte eine der stärksten des gesamten Abends sein. Extrem beweglich und aufmerksam agierte die gesamte Verteidigung, mit zunehmender Spieldauer gelangen immer mehr Ballgewinne. So kam dann auch bis zur 45. Minute eine 26:20-Führung zustande, die nur aufgrund einiger Nachlässigkeiten auf zwei Tore schrumpfte. Doch mit einem sehenswerten Kemptor nach Zuspiel von Jan von Boenigk brachte Dani Baijens den ASV wieder auf Achtelfinalkurs.

Die nächste Aufgabe steht für den ASV nun erst am 16. Oktober an. Dann ist zum vierten Heimspiel in Folge die SG BBM Bietigheim in der WESTPRESS arena zu Gast. Das Auswärtsspiel bei den Eulen Ludwigshafen, das für Dienstag angesetzt war, wird verlegt.

ASV Hamm-Westfalen – TV Großwallstadt 32:29 (15:15)

ASV: Storbeck, Bozic – Genz (2), Huesmann (7/5), Brosch (3), Reimann (1), Engelhardt (1), Kooij, Pretzewofsky (5), Orlowski (5), Moussa, Baijens (3), Mikita (2), von Boenigk (4)

TVG: Redwitz, Adanir – Jansen (5), Klenk (3), Babarskas, Eisenträger, Bandlow (2), Schauer (3), Bicer, Weit, Corak, Stark, Rink (4), Savvas (7), Busch (5)

Schiedsrichter: Christian und Fabian vom Dorff

Zeitstrafen: ASV 8 min, TVG 6 min

Zuschauer: 467

Zwei Tore und eine bärenstarke Abwehrleistung: Matej Mikita gehörte zu den stärksten Akteuren im ASV-Trikot gegen den TV Großwallstadt. - Foto: Wegener/ASV

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Pokalduell gegen Großwallstadt

Bereits das dritte Heimspiel in Folge bestreiten die Handballer des ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena. Zu Gast ist dann im Rahmen der zweiten Pokalrunde der siebenfache Deutsche Meister und Ligakonkurrent TV Großwallstadt, der mit vier Niederlagen allerdings nicht gut in die Saison gestartet ist und aktuell am Ende der Tabelle rangiert. Der ASV dagegen brillierte am Samstag gegen Favorit HSG Nordhorn-Lingen beim unerwartet souveränen 35:30-Heimsieg.

Auch wenn Großwallstadt bereits vier Pokalsiege in seiner Statistik stehen hat – beim Duell am Mittwoch stehen für TV-Trainer Ralf Bader also ganz andere Dinge im Vordergrund. Er sehe es als Chance, „sich in einem Spiel, in dem es nicht um Ligapunkte geht, frei zu spielen und ein bisschen Lockerheit und Leichtigkeit zu gewinnen“, so der Gästetrainer. Gerne erinnert man sich da an die Resultate der Vorsaison, als sich die Teams zweimal die Punkte teilten.

Dies wird im Pokal logischerweise nicht möglich sein. Ohnehin dürften die Hausherren alles daransetzen, die große Chance auf den Drittrundeneinzug in eigener Halle zu nutzen und damit ein mögliches Pokalspiel gegen einen Hochkaräter des deutschen Handballs zugelost zu bekommen. „Aber soweit denken wir gar nicht. Wir sind gut beraten, wie in der Liga einfach von Spiel zu Spiel zu schauen. Und man darf sich keinesfalls vom Platz täuschen lassen. Das war auch ein schwieriges Auftaktprogramm für Großwallstadt“, warnte ASV-Trainer Michael Lerscht vor der Partie.

Und das völlig zu Recht: Zum einen waren die Gegner des TVG mit Coburg, Dresden, Ludwigshafen und Gummersbach alles hochgehandelte Zweitligavertreter, zum anderen stehen mit Savvas Savvas, Tom Jansen, Mario Stark und Dino Corak gleich einige torgefährliche Akteure in Diensten des Traditionsclubs. Hinzu kommt ein starker Torwart Jan Steffen Redwitz, dessen Werte sich trotz der vier Niederlagen mit rund 26 Prozent gehaltener Bälle bei 39 Paraden sehen lassen können. Aktuell belegt er den fünften Platz in der Torhüterstatistik der Liga.

Nicht gerade leichter dürfte die Aufgabe für den ASV durch die eigene personelle Situation werden. Gleich mehrere Spieler hatten in den zurückliegenden Tagen mit den Auswirkungen eines grippalen Infektes zu kämpfen. Schon am Samstag gegen Nordhorn-Lingen fehlten mehrere Spieler, zumindest die könnten im Pokal wieder dabei sein. „Das bleibt natürlich abzuwarten“, so Lerscht, der aktuell einen kurzen Draht zur medizinischen Abteilung pflegt.

Karten für das Pokalspiel gibt es an den gewohnten Vorverkaufsstellen und auch an der Abendkasse am Mittwoch, die um 17:45 Uhr öffnet. Darüber hinaus übertragen Radio Lippe Welle Hamm und SportDeutschland.TV die Pokalpartie live.

Sicherer Rückhalt im Test gegen Nordhorn: Vladimir Bozic brachte es innerhalb einer Halbzeit auf acht Paraden und mehr als 50 % gehaltene Bälle. - Foto: Wegener

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Vorverkauf für Pokal gestartet

Der Spieltermin steht fest: Die zweite Pokalrunde findet am Mittwoch, 6. Oktober, um 19:15 Uhr statt. Dann wird Ligakonkurrent TV Großwallstadt zu Gast in Hamm sein.

„Karten sind ab sofort über die gewohnten Vorverkaufsstellen und auch unseren Online-Ticketshop erhältlich“, gab ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers am Dienstagmittag bekannt. Während der ASV sich in der Auftaktrunde bei der TGS Pforzheim souverän mit 26:36 durchsetzte, gewann der TV beim OHV Aurich mit 27:31. Für den ASV wird die Pokalpartie das dritte Heimspiel hintereinander sein, am 26. September (17 Uhr) kommt der EHV Aue, am 2. Oktober Erstligaabsteiger HSG Nordhorn-Lingen.